AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Der ethnische Konflikt in Masisi wird weitgehend ignoriert: vier Frauen und zwei Kinder sind die letzten Opfer

Samstag, 10 November 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – „In der Region Masisi (Nordkivu) leiden die Menschen unter den Folgen eines ethnischen Konflikts, den die internationalen Staatengemeinschaft weitgehend ignoriert, die ihr gesamtes Augenmerk auf die Rebellenbewegung M23 konzentriert“, so Beobachter aus kirchlichen Kreisen zum Fidesdienst. Die Bewegung M23 ist die derzeit größte Rebellenbewegung, die in Nordkivu aktiv ist.
In Masisi sind in den Konflikt zwischen Hunde und Hutu verschiedene bewaffnete Gruppen beteiligt (Nyatura, Raia Mutomboki, FDC).
„Am 3. November kam es nach einigen Tagen relativer Ruhe, nachdem die lokalen Behörden die einheimische Bevölkerung zum friedlichen Zusammenleben aufgefordert hatte, zu einem neuen Massaker bei dem unschuldige Menschen starben.“
„Vier Frauen aus dem Volk der Hunde und zwei Kinder wurden von Mitgliedern der Hutu-Miliz Nyatura mit Macheten ermordet. Die Frauen wurden bei der Bananenernte von ihren Mördern überrascht. Vor sie ermordet wurden, wurden sie von ihren Mördern vergewaltigt“.
Vertreter des Hunde-Stammes protestierten nach dem Massaker: „Die Leichen der Opfer wurden vor die Bürogebäude der territorialen Verwaltung von Masisi gebracht. Die Atmosphäre war sehr angespannt. Die Demonstranten forderten von den Behörden Garantien für die eigene Sicherheit und drohten mit Vergeltungstaten“.
„Wenn man diesen ethnischen Konflikt weiter ignoriert, werden andere unschuldige Menschen sterben, währen die kongolesischen Behörden, internationale Organisationen und Medien gleichgütig bleiben“, warnt der Beobachter abschließend. (LM) (Fidesdienst, 10/11/2012)


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