AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Missionare fordern freie und transparente Wahlen: „Wir müssen einen Bürgerkrieg im Kivu verhindern“

Freitag, 9 November 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – „Es muss unbedingt ein Aufeinanderprallen der beiden großen Blöcke verhindert werden: auf der einen Seite die M 23 und die mit ihr verbündeten Gruppen, auf der anderen die staatlichen Streitkräfte, mit denen andere bewaffnete Gruppen zusammenarbeiten. Dann würde der Angriffskrieg zu einem Bürgerkrieg werden“, so Missionare, die sich im Netzwerk „Rete Pace per il Congo“ zusammenschließen in einer Mitteilung an den Fidesdienst, zur Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
„Die Bewegung des 23. März (M 23) wird von Ruanda und Uganda unterstützt und belagert derzeit das Gebiet um Rutchuru. Die bewaffnete Bewegung organisiert die eigenen Strukturen neu und verbündet sich dabei mit anderen bewaffneten Gruppen. Sie droht mit der Wiederaufnahme der Gefechte, sollte die Regierung nicht zu Verhandlungen bereit sein. Die Regierung versucht unterdessen andere bewaffnete Gruppen in die Reihen der eigenen Streitkräfte zu integrieren“.
Die Missionare erinnern an weitere politische und diplomatische Schritte der Länder in der Region: „Den Mitgliedsländer der Internationalen Konferenz für die Region der Großen Seen (CIRGL) gelingt es nur schwer, eine neutrale internationale Einheit zu bilden, die die verschiedenen bewaffneten Gruppen, darunter die M 23 und die ruandische FDLR zu bekämpfen“.
Der CIRGL gehören auch Ruanda und Uganda an, die nach Angaben der Vereinten Nationen die M 23 unterstützen sollen. Auch ranghohe Mitarbeiter der Sicherheitsdienste und des Staatsapparats sowie der Armee sollen mit Gruppen in Verbindung sein, die Ruanda nahe stehen.
„Um aus diesem System herauszufinden und den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo zu beenden“, heißt es in der Verlautbarung, „ist der gewaltlose politische Weg der Wahlen derjenige, der am meisten einer Demokratie entspricht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sich um eine radikale Umstrukturierung der Nationalen Wahlkommission (CENI) bemüht, damit diese freie, transparente und glaubwürdige Wahlen garantieren kann“, so die Missionare abschließend. (LM) (Fidesdienst, 09/11/2012)


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