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Missionsgebetsmeinung

2012-03-30

MISSIONSGEBETSMEINUNG - „Dass der auferstandenen Christus Zeichen der sicheren Hoffnung für Männer und Frauen in Afrika ist“ - Kommentar zur Missionsgebetsmeinung für den Monat April 2012

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Afrika ist der „Kontinent der Hoffnung“. Doch wie es unter den Menschen oft geschieht, gelingt es ihm nicht, die Grundlagen dieser Hoffnung bei sich selbst zu finden. In der afrikanischen Kirche gibt es zwar viele junge Menschen und große Vitalität, doch die afrikanische Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren schreckliche ethnische Konflikte erlebt. Wie auch der Rest der Welt, braucht Afrika auch heute noch die Erlösung Jesu Christi, denn er ist unsere einziger Frieden und unsere einzige Hoffnung, die einzige Quelle wahrer Aussöhnung.
Die Wunden, die diese Kriege hinterlassen haben, müssen durch die göttliche Gnade geheilt werden und durch die aufrichtig angebotenen und empfangene Vergebung. Wie der Barmherzige Samariter, beugt sich der Herr über den Menschen und über den ganzen Menschen und heilt die Wunden, die durch Spaltung, Hass und Gewalt verursacht wurden. In den von Christus geheilten Herzen wird erneut wahre Hoffnung keimen, die nicht auf menschlichen Worten gründet sondern auf der Kraft, die der Herr uns verspricht.
Diejenigen, die das Wort Christi und den Frieden, die aus seinem Ostergeheimnis hervorsprudelt, annehmen, werden für die anderen Quelle des Friedens und Akteure der Versöhnung sein. Papst Benedikt XVI. sagte: „In Jesus, dem Herrn, gibt es nicht mehr Juden oder Heiden, weder Mann noch Frau (vgl. Gal 3,28). In seinem Fleisch hat er alle Völker versöhnt. Mit der Kraft des Heiligen Geistes richte ich an alle den Aufruf: »Laßt euch versöhnen!« (2 Kor 5,20). Keine ethnische oder kulturelle Verschiedenheit, kein Unterschied nach Rasse, Geschlecht oder Religion darf zum Anlass einer Konfrontation zwischen euch werden. Ihr seid alle Kinder des einen Gottes, unseres Vaters im Himmel. Mit dieser Überzeugung wird es dann möglich sein, ein gerechteres und friedlicheres Afrika auf der Höhe der berechtigten Erwartungen aller seiner Söhne und Töchter aufzubauen.“ (Begegnung mit dem Sonderrat der Bischofssynode für Afrika, Yaoundé, Kamerun, 19. März 2009).
In diesen Tagen, an denen wir die „Geheimnisse feiern, die uns neues Leben schenken“, sollten wir unseren Blick auf das Kreuz richten: er schenkt uns durch seinen Tod ewiges Leben. Er ist der Gute Hirte, der durch seinen Tod am Kreuz die verlorenen Kinder sammelt. Sein Kreutz ist für uns Quelle der Aussöhnung und der Einheit.
Die Hoffnung Afrikas ist nicht an erster Stelle wirtschaftliche Entwicklung. Denn wir sehen, dass es im hoch entwickelten Westen eine verheerende Hoffnungskrise gibt. Nur Gott allein ist die Grundlage der Hoffnung. In seiner Enzyklika „Spe Salvi“ schreibt Papst Benedikt XVI.: „In diesem Sinn gilt, daß, wer Gott nicht kennt, zwar vielerlei Hoffnungen haben kann, aber im letzten ohne Hoffnung, ohne die große, das ganze Leben tragende Hoffnung ist (vgl. Eph 2, 12). Die wahre, die große und durch alle Brüche hindurch tragende Hoffnung des Menschen kann nur Gott sein – der Gott, der uns "bis ans Ende", "bis zur Vollendung" (vgl. Joh 13, 1 und 19, 30) geliebt hat und liebt. Wer von der Liebe berührt wird, fängt an zu ahnen, was dies eigentlich wäre: "Leben".“ (Spe Salvi, Nr. 27).
Das Ostergeheimnis Christi, sein Tod und seine Auferstehung sind der Beweis der Liebe Gottes zu den Menschen, der Liebe in ihrer radikalsten Form. Dieses „Sich-geliebt-Wissen“ macht eine Hoffnung möglich „die nicht trügt“. Afrika, das durch die physische Präsenz des Herrn auf seiner Flucht nach Ägypten gesegnet wurde, wird im Auferstandenen den Grund und den Anlass für all seine Hoffnung finden. (Fidesdienst, 30/03/2012)

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