ASIEN - Bischöfe der FABC: „Wir müssen in Asien Kirche der Amren und Ausgegrenzten sein“

Donnerstag, 26 Januar 2012

Bangkok (Fidesdienst) – Das Büro für menschliche Entwicklung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) veranstaltete vom 18. bis 24. Januar in Bangkok eine Studientagung, in deren Rahmen sich zahlreiche Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus verschiedenen asiatischen Ländern mit den Themen Armut, Ausgrenzung und Not befassten. In diesem Zusammenhang wünschten sich die Teilnehmer, dass die christlichen Gemeinden in Asien „Kirchen der Armen“ sind.
In der Schlussbotschaft, die der Vorsitzende des Büros für menschliche Entwicklung der FABC, der birmanische Erzbischof Charles Bo, unterzeichnet betonten die Bischöfe: „Die persönliche Erfahrung des Aufenthalts unter indigenen Völkern, Migranten, Aidskranken und Opfern des Menschehandels veranschaulicht das Ausmaß des Leids unserer Völker“. Im Licht der kirchlichen Soziallehre befassten sich die Teilnehmer aufgrund dieser Erfahrung mit Arbeitsrechten und Lebensbedingungen der indigenen Völker, mit den Rechten von Frauen und Kindern, mit Konflikten und Friedensarbeit und mit dem Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Die asiatischen Bischöfe – heißt es in der Schlussbotschaft, die dem Fidesdiesnt vorliegt - stellten oft fest „dass die Kirche die einzige Stimme der Armen und Schwachen ist“. Aus diesem Grund sollen „die Kirche und die Gesellschaft dazu erzogen werden, den Problemen der Randgruppen ein besonderes Augenmerk zu widmen“. Diese sei durch „Aufklärungskampagnen unter Laien, Bewegungen und Vereinen möglich, damit diese sich öffentlich bei den Behörden engagieren und Programme zur Unterstützung dieser Randgruppen fordern“.
Die Bischöfe bekräftigen die Gültigkeit einer Pastorale, die „zur Verwirklichung des Reiches Gottes und der Werte der Gerechtigkeit und des Friedens unter Millionen Menschen, die in Asien Not leiden“, beiträgt. Abschließend wünschen sie sich von den asiatischen Christen, dass diese „am sozialen Wandel mitwirken“ und „die Armen und Ausgegrenzten über ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Werte aufklären“, damit sie „Protagonisten der eigenen Entwicklung werden“. (PA) (Fidesdienst, 26/01/2012)


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