ASIEN - Bischöfe besuchen Barackensiedlung in Bangkok: viertägige „Immersion“ in das Leben der Armen

Mittwoch, 18 Januar 2012

Bangkok (Fidesdienst) - Eine Gruppe asiatischer Bischöfe wird zusammen mit mehreren Priestern, Ordensleuten und Laien vom 18. bis 21. Januar eine Barackensiedlung am Stadtrand von Bangkok besuchen. Die Bischöfe werden dort ebenfalls in Hütten wohnen, mit den Slumbewohnern essen und deren schwierigen Alltag miterleben. Die Initiative brachte das Büro für Menschliche Entwicklung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) auf den Weg, in der sich 25 asiatische Bischofskonferenzen zusammenschließen.
Wie P. Nithiya Sagayam (OfmCap), Sekretär des Büros für Menschliche Entwicklung der FABC, dem Fides mitteilt, handelt es sich bei den „neuen Armen“, unter denen die Bischöfe leben werden, um Eingeborene, Migranten, Aidskranke und Opfer des Menschenhandels. Ziel der Initiative sei es, „die Bedingungen zu verstehen, unter denen diese armen und ausgegrenzten Menschen leben, und aus ihrer Not und der von ihnen erfahrenen Ungerechtigkeit zu lernen“.
Auf den Besuch in den Slums folgt ein dreitägiges Treffen, bei dem sich die Teilnehmer vom 21. bis 24. Januar mit der Bekämpfung der Armut in Asien im Licht der Soziallehre der Kirche befassen. An dem Treffen nehmen insgesamt 40 Delegierte, darunter Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus asiatischen Ländern teil. Die Delegierten werden spezifische Handlungspläne erörtern, die den verschieden Bischofskonferenzen vorgelegt werden sollen. Im Mittelpunkt des dreitätigen Workshops steht das Bemühen um eine gerechte Gesellschaft und Initiativen des Friedens. Der Präsident des Büros für Menschliche Entwicklung der FABC, Erzbischof Charles Bo von Yangon (Myanmar) wünscht sich, dass die Initiative dazu beiträgt, dass „Kirchenvertreter den Schrei der Armen aus nächster Nähe hören“. (PA) (Fidesdienst, 18/01/2012)


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