AFRIKA/UGANDA - Hilfsprogramme des Jesuit Refugee Service: Flüchtlinge erlernen die Anfertigung handwerklicher Produkte

Dienstag, 28 Juni 2011

Kampala (Fidesdienst) – Die Hilfsprogramme des Jesuit Refugee Service (JRS) sollen Flüchtlinge auf dem Weg zu mehr Selbständigkeit begleiten. Dazu wurde in der ugandischen Hauptstadt Kampala ein Bildungsprojekt auf den Weg gebracht, in dessen Rahmen Flüchtlinge die Anfertigung handwerklicher Produkte erlernen sollen. Wie aus Informationen hervorgeht, die der Jesuitenorden dem Fidesdienst zur Verfügung stellt, nahmen an einem ersten Pilotkurs fünf Flüchtligen teil, die lernten wie Ohrringe, Ketten, Armbänder, Anhänger, Gürtel und Taschen hergestellt werden. Dabei wurden vor allem regionale Materialien benutzt wie zum Beispiel Papier, Holzperlen und Stoffe aus Pflanzenfasern. „Es war für uns eine kostbare Erfahrung: anstatt uns einen Fisch zu schenken haben sie uns das Fischen beigebracht und ganz einfach eine Angel gegeben. Nun sind wir für das Fischen ausgerüstet“, so beschreibt die aus Ruanda stammende Anastase, die an dem Pilotprojekt teilgenommen hat, ihre Eindrücke. Der Handwerkskurs wurde auf der Grundlage eine Befragung der Flüchtlingen nach ihren eigenen Wünschen zum auf den Weg gebracht. „Als Flüchtlinge brauchen wir Bildungsangebote, die es uns ermöglichen, unsere Fähigkeiten in der gegenwärtigen Situation zu nutzen. Deshalb ist es für uns am besten, wenn wir lernen, wie man Handwerksprodukte herstellt“, so ein Flüchtling. Im Rahmen der Hilfsprogramme sollen auch Kurse für Catering, Friseur- und Schneiderhandwerk. (SL) (Fidesdienst, 28/06/2011)


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