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Missionsgebetsmeinung

2010-05-31

„Dass die Ortskirchen in Asien, die „eine kleine Herde“ unter den nichtchristlichen Völkern sind, das Evangelium verkünden und die Freude ihrer Zugehörigkeit zu Christus bezeugen“ - Kommentar zur Missionsgebetsmeinung für den Monat Juni 2010

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Die Lage der Katholiken in Asien ist schwierig. Sie sind eine Minderheit und leben umgeben von Millionen Anhängern anderer Religionen oder Menschen, die sich zu keiner Religion bekennen. Unter menschlichen Gesichtspunkten scheint die Lage aussichtslos, wenn es um die Evangelisierung des Kontinents geht, da das Verhältnis zwischen der Anzahl der Katholiken und mehr als einer Milliarden Menschen, die Christus in diesen Ländern nicht kennen, unproportioniert ist. Doch wir dürfen auf das Wort Gottes vertrauen, der im Evangelium von einer kleinen Menge Sauerteig berichtet, der den ganzen Teig durchsäuert (Mt 13,33).
Bereits in ihren Anfängen erlebte die Kirche eine Situation der „Minderheit“, doch sie widmete sich der Evangelisierungstätigkeit im Vertrauen auf die „Kraft aus der Höhe“ (vgl. Lukas 24,49), den Heiligen Geist, und auf das Wort Jesu: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (vgl. Mt 28,20).
In diesem Sinne sagte auch Papst Benedikt XVI. bei der Ad-limina-Audienz für die Bischöfe Zentralasiens: „Das braucht euch nicht zu entmutigen, liebe Brüder! Blickt auf die ersten Gemeinden der Jünger des Herrn, die zwar klein waren, sich aber nicht in sich selbst verschlossen, sondern angespornt von der Liebe Christi nicht zögerten, sich der Schwierigkeiten der Armen anzunehmen und auf die Kranken zuzugehen, indem sie allen voll Freude das Evangelium verkündeten und bezeugten. Wie damals ist es auch heute der Heilige Geist, der die Kirche leitet.“ (Ad-limina-Audienz, 2. Oktober 2008).
Das Zeugnis von der Liebe und die Freudige Verkündigung des Evangeliums können Herzen verwandeln. Das Wort Gottes ist nicht gefesselt (vgl. 2 Tm 2,9) und hat aus sich selbst die Kraft das Licht im Herzen vieler zu entflammen. Die Kirche verkündet das Evangelium nicht aus einem Bewusstsein der Überlegenheit heraus und auch nicht um Gläubige anderer Religionen abzuwerben. Das Werk der Evangelisierung ergibt sich aus dem Gehorsam des Gebots Christi und weiß, dass „im Bewußtsein, daß jeder das Recht hat, die Frohbotschaft Gottes zu hören, der sich in Jesus Christus offenbart und schenkt“ (Ecclesia in Asia, 20).
Man wird immer nach angemessenen Mitteln suchen müssen, um der Welt das Wort Gottes zu präsentieren auf eine Weise die der Kultur und der Mentalität der Menschen entspricht, an die man sich wendet, unter Achtung der Gewissens- und Religionsfreiheit.
Der Glaube ist stets ein Geschenk Gottes, ein Werk Gottes. Deshalb wird jemand, der mit einer freudigen, gewissen und überzeugenden Verkündigung des Evangeliums konfrontiert wird, „dem Glauben nach reifer und verantwortlicher Überlegung öffnen und muß diese innere Eingebung frei verwirklichen können. Das gereicht nicht nur dem Individuum zum Vorteil, sondern der ganzen Gesellschaft, da die getreue Befolgung der göttlichen Gebote hilft, ein gerechteres und solidarisches Zusammenleben aufzubauen“ (Ad-limina-Audienz, 2. Oktober 2008).
In diesem Monate beten wir zur Jungfrau Maria mit den Worten des Papstes, damit sich der Kirche in China besteht und in ganz Asien allen, „di unter den täglichen Mühen weiter glauben hoffen und lieben, damit sie sich nie fürchten, der Welt von Jesus und Jesus von der Welt zu erzählen.“(Benedikt XVI., Gebet zu Unserer Lieben Frau von Sheshan, 15. Mai 2008). (Fidesdienst, 31/05/2010)

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