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Europa

2003-06-12

EUROPA/ITALIEN - ITALIENISCHE MUSLIME WÜNSCHEN SICH ITALIENISCHE IMAM – VORSITZENDER DER ISLAMISCHEN RELIGIÖSEN GEMEINDE IN ITALEIN, AL WAHID, IM GESPRÄCH MIT DEM FIDESDIENST

Rom (Fidesdienst) – „Wir nehmen unverzüglich Abstand von den gewaltsamen Worten des Imam Ibrahim Moussa in der Römischen Moschee. Diese Abschweifungen gehören dem nach Italien eingewanderten Islam an und haben nichts mit den italienischen Muslimen zu tun. In italienischen Moscheen sollte es italienische Imam geben, die das soziale und kulturelle Umfeld des Landes kennen und den universalen ökumenischen Charakter des Islam zum Tragen bringen können“, so der Vorsitzende der Islamischen Religiösen Gemeinde in Italien (COREIS), Shaykh Abd al Wahid Pallavicini, gegenüber dem Fidesdienst. Pallavicini hatte als offizieller Vertreter des Islam am Gebetstreffen in Assisi im Jahr 1986 teilgenommen und ist als Beauftragter der Römischen Moschee beim Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog vertreten.
Pallavicini versichert, dass die COREIS einen Islam vertritt, „der mit der italienischen Gesellschaft und der in Italien geltenden juridischen Ordnung vereinbar ist“ und den vom italienischen Innenminister vorgeschlagenen „Pakt mit dem Islam“ begrüßt und der „jede Form des konfessionellen Exklusivdenkens, der islamischen ideologischen Hegemonie oder der Beeinflussung durch politischen Strömungen aus dem Ausland“ ablehnt.
Die COREIS, die 1993 in Mailand um Abd al Wahid Pallavicini gegründet wurde, wird auch die sich noch im Bau befindliche Moschee in Mailand verwalten, die rund 150 Gläubigen Platz bietet. Dank ausgezeichneter Beziehungen mit den italienischen Ministerien vertritt die Gemeinde Italien auch offiziell bei den regelmäßig vom König von Marokko, der Al-Azhar-Moschee in Kairo und der Islamischen Weltliga organisierten internationalen Versammlungen.
Seit Februar 1998 ist die COREIS auch im Ausschuss für Interkulturelle Erziehung beim Italienischen Bildungsministerium vertreten und organisiert in ganz Italien Fortbildungskurse für muslimische italienische Lehrer.
(PA) (Fidesdienst, 12/6/2003 – 26 Zeilen, 274 Worte)

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