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Asia

2004-04-02

ASIEN/INDONESIEN - Katholische Entbindungsklinik auf Ternate, einer Insel der Molukken, nimmt ihre Tätigkeit wieder auf: Ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht für Christen und Muslime

Jakarta (Fidesdienst) - Die Entbindungsklinik auf Ternate, einer kleinen von Christen und Muslimen bewohnten ostindonesischen Insel, ist für die Inselbewohner sehr wichtig. Sie wird von einer einheimischen Schwesternkongregation geführt, die mit ihrem unterschiedslosen Engagement für Christen und Muslime stets einen wertvollen Beitrag zum harmonischen Zusammenleben der Religionsgemeinschaften geleistet hat.
Im November 1999 wurde das Krankenhaus, das über 50 Betten verfügt, bei den Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Volks- und Religionsgruppen auf den Molukken überfallen und geplündert. Dank der tätigen Mithilfe der Einheimischen konnte die Einrichtung am 1. März 2004 ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, nicht zuletzt auch dank der Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung seitens des internationalen Caritasnetzwerks Caritas Internationalis. Das Krankenhauspersonal wird auch in mobilen Kliniken auf den drei Nachbarinseln tätig sein.
Christliche Inselbewohner, die Ternate nach dem Ausbruch der Gewalt 1999 verlassen hatten, kehren unterdessen langsam wieder auf die Insel zurück. Nachdem sich die Situation wieder beruhigt hatte, bat die indonesische Regierung die Ortskirche auch die Schwestern um die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im Gesundheitswesen und vor allem bei der Betreuung von Gebärenden zu bitten.
Die Präsenz der Schwestern und der katholischen freiwilligen Helfer ist ein Schlüsselelement beim Wiederaufbau von Frieden und Zuversicht zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften auf den Molukken. Durch den Kontakt mit den Schwestern fassten viele Muslime Vertrauen in die Christen, während christliche Flüchtlinge jetzt wieder auf eine Rückkehr zu einem friedlichen Zusammenleben mit ihren muslimischen Mitbürgern hoffen.
Mit Unterstützung der Caritas konnten die Schwestern die notwendige Ausrüstung für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit finanzieren. Gegenwärtig arbeiten insgesamt elf Ärzte in der Entbindungsklinik.
Im internationalen Caritasnetzwerk „Caritas Internationalis“ schließen sich insgesamt 162 katholische Hilfswerke zusammen. Caritas Internationalis hat Niederlassungen in über 200 Ländern. (PA) (Fidesdienst, 2/4/2004 - 32 Zeilen, 296 Worte)

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