AFRIKA/KAMERUN - Katholische Kirche leistet wesentlichen Beitrag zum Bildungs- und Gesundheitswesen

Freitag, 10 April 2026

Yaoundé (Fides) – Die katholische Kirche in Kamerun engagiert sich neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit auch aktiv in der ganzheitlichen Entwicklung der Bevölkerung.
Mit einem Netzwerk von insgesamt 646 Vorschulen, 953 Grundschulen, 273 weiterführenden Schulen, 5 Lehrerbildungsinstituten und 17 Universitäten und Hochschulen engagiert sich die katholische Kirche fast für die Bildung von 468.000 Schülerinnen und Schüler und Studierenden mit Unterstützung von über 20.000 Lehrkräften und Dozenten. Die Ergebnisse sind weithin anerkannt: akademische Exzellenz, moralische und spirituelle Bildung sowie ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur lokalen Entwicklung, insbesondere in ländlichen Gebieten.
Pater Aurélien Lehoun Mbea, Sekretär für das katholische Bildungswesen, erklärte gegenüber der Zeitung „Cameroon Tribune“: „Katholische Schulen sind eine Kraft des Wandels, ein Ort der Hoffnung und ein Instrument für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen.“ Eltern und ehemalige Schüler bestätigen dies: Dieses System ist nach wie vor ein verlässlicher Bezugspunkt und bildet kompetente und verantwortungsbewusste Frauen und Männer aus, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.
Mit fast 600 Gesundheitseinrichtungen, darunter 100 Krankenhäuser, 492 Krankenstationen und 88 HIV-Behandlungseinheiten, spielt die katholische Kirche auch eine zentrale Rolle im kamerunischen Gesundheitswesen. Die Organisation katholischer Gesundheitseinirchtungen, die als Netzwerk ländlicher Kliniken entstand, wurde 1968 offiziell gegründet und im Jahr 2000 in „Katholische Organisation für Gesundheit in Kamerun“ (Organisation Catholique pour la Santé au Cameroun, OCASC) umbenannt.
Jährlich werden über zwei Millionen Patienten, vorwiegend in ländlichen Gebieten, behandelt. Das Netzwerk beschäftigt mehr als 5.500 Gesundheitsfachkräfte, darunter 297 Allgemeinmediziner und 149 Fachärzte. Die Behandlung erfolgt unter Achtung der Menschenwürde, unabhängig von Religion oder sozialem Status.
Berichte von Patienten und Gesundheitsfachkräften unterstreichen die hohe Qualität der Versorgung, die Priorisierung des Menschen gegenüber dem Profit und die spirituelle Dimension der Betreuung.
(Fides 10/4/2026)


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