Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/KUWAIT - Syro-malabarische Gemeinde: Auf dem Weg in den ‘Basements’ von „Little Kerala“https://www.fides.org/de/news/75028-ASIEN_KUWAIT_Syro_malabarische_Gemeinde_Auf_dem_Weg_in_den_Basements_von_Little_Keralahttps://www.fides.org/de/news/75028-ASIEN_KUWAIT_Syro_malabarische_Gemeinde_Auf_dem_Weg_in_den_Basements_von_Little_KeralaVon Antonella Prenna<br /><br />Abbasiya - Jilīb ist eines der ältesten und bevölkerungsreichsten Viertel in Kuwait, das in fünf Blöcke unterteilt ist. Von diesen ist der Block 4 auch als ʿAbbāsīya bekannt. Hier befindet sich die dem heiligen Daniel Comboni geweihte Pfarrei, deren Pfarrer Pater Johny Lonis und Bischofsvikar für die syro-malabarischen Gläubigen des Apostolischen Vikariats Nordarabien ist. Fides traf ihn am Ende einer Feier in einem der drei "Basements" , die zur Pfarrei gehören und in denen sich die rund 15.000 Gläubigen der katholischen Glaubensgemeinschaft, die verschiedenen Riten und Sprachen angehören, versammeln. <br />Die Pfarrei liegt in einem Gebiet, in dem viele syro-malabarische Gläubige leben, die hauptsächlich aus dem indischen Bundesstaat Kerala stammen, und wird daher auch "Little Kerala" genannt. Eine Umschreibung, die die entscheidende Rolle der katholischen Kirche bei der spirituellen Unterstützung und Begleitung von Menschen in der Diaspora unterstreicht. In den letzten Wochen musste Pater Johny ankündigen, dass er und die Gemeinde von „Little Kerala“ auf Wunsch der Eigentümer die Wohnungen und einen der Kellerräume räumen müssen. Deshalb steht der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi , steht in Kontakt mit den örtlichen Behörden, damit bald eine neue Unterkunft gefunden werden kann, in der die derzeitigen Missionare untergebracht werden können und in der sie weiterhin heilige Messen feiern können.<br />"Die Gemeinde des heilige Daniele Comboni in Abbasiya ist für die christliche Gemeinschaft in Südindien, der sie dient, von großer Bedeutung", beginnt Pater Johny zu erzählen. Die Pfarrei besteht aus drei "Kellerräumen" und vier Wohnungen. „Alle Gottesdienste werden in den Kellern abgehalten, was an die Gottesdienste der frühen Kirche in den Katakomben erinnert. In den Wohnungen sind sechs Priester aus Südindien untergebracht, die verschiedene Riten und Sprachgruppen begleiten. Zusammen mit den fünf anderen anwesenden Priestern feiern wir die Liturgie nach lateinischem, syro-malabarischem und syro-malankarischem Ritus. Die anwesenden Sprachgruppen sind Malayalam, Konkani aus Goa, Mangaloreanisches Konkani und Tamil“, so der Priester.<br />„Die syro-malabarische Glaubensgemeinschaft ist die wichtigste Gemeinschaft in dieser Gemeinde, gefolgt von Malayalam, Konkani, Malankaren und Tamil“, betont der indische Geistliche. „Unser Ziel ist es, ein Gefühl der Zugehörigkeit und spirituelle Nahrung an einem Ort zu bieten, an dem kulturelle Identität und religiöse Hingabe miteinander verwoben sind. Dies ist eine Pfarrei des Volkes, für das Volk und durch das Volk", betont der Kapuzinermissionar. „Etwa 250 Freiwillige arbeiten unentgeltlich mit uns zusammen, Katechismuslehrer, Küster und Sekretäre, Elektriker, Klempner und Kellerarbeiter, Tontechniker und Freiwillige, die sich um die alltägliche Betreuung der Menschen kümmern".<br />"Unsere Pfarrei dient auch als Zentrum für die Förderung der Einheit und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen innerhalb der Gemeinschaft", so der Bischofsvikar weiter. „Durch gemeinsame Gottesdienste, Freundschaften und besonderen Initiativen können sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund treffen, kulturelle Unterschiede überbrücken und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl aufbauen. Es ist ein echtes spirituelles Zentrum, ein Symbol für das kulturelle Erbe und ein Leuchtfeuer der Inspiration für den Dienst und die Einheit in der Vielfalt".<br />Pater Johny hob auch das Wachstum und die Entwicklung hervor, die die katholische Glaubensgemeinschaft in Kuwait, einschließlich der Gemeinde in Abbasiya, im Laufe der Jahre erfahren hat und die die allgemeinen Trends der Migration und Globalisierung widerspiegeln.<br />„In den späten 1990er Jahren und zu Beginn des zweiten Jahrtausends gab es einen großen Zustrom von Wanderarbeitern und ihren Familien aus Südindien nach Kuwait", sagt er. „Viele von ihnen begannen, sich in Abbasiya, einem Viertel der unteren Mittelschicht in Kuwait, niederzulassen, und erkannten bald ihr größtes Problem: In Abbasiya gab es für katholische Gläubige keine angemessene Gebetsstätte. Darüber hinaus hinderten das Fehlen eines öffentlichen Verkehrsnetzes und die sehr strenge Ausstellung von Führerscheinen viele in Abbasiya lebende Ausländer daran, die Gottesdienste in der Kirche der Heiligen Familie in Kuwait-Stadt zu besuchen. Eine weitere Herausforderung, mit der die Familien konfrontiert sind, ist die Entfremdung der jungen Menschen von ihren Traditionen und ihrem kirchlichen Lebensstil, da ihnen eine angemessene Glaubensausbildung fehlt“. „Die Kinder hatten Schwierigkeiten, an den liturgischen Feiern in Indien teilzunehmen und waren zu bloßen Zuschauern geworden. Viele entschieden sich daher für andere Religionen und entfernten sich zum Teil vom katholischen Glauben“, fährt er fort. „All diese Probleme wurden dem damaligen Bischof Camillo Ballin mehrmals vorgetragen, und schließlich wurde am 29. Januar 2010 diese Missionsstation in einem kleinen Keller eingeweiht und kanonisch errichtet. Das war ein absoluter Segen für Tausende von Katholiken, die in Abbasiya lebten und in großer Zahl zu uns strömten, so dass wir bald weitere Kellerräume anmieten mussten, um sie alle unterzubringen. Jetzt hat die Pfarrei drei Keller, die jeweils etwa 1.500 Gläubige aufnehmen können“. <br />"In Abbasiya ist im Laufe der Zeit auch die syro-malabarische katholische Gemeinde gewachsen, die ihre Wurzeln in der alten christlichen Tradition von Kerala, Indien, hat“, betont Pater Johny. „Die genaue Zahl der Teilnehmer an den syro-malabarischen Liturgien kann variieren, aber in der Regel ist die Beteiligung beträchtlich, was die Stärke und Lebendigkeit der Gemeinde widerspiegelt. Die Liturgie ist für die syro-malabarischen Katholiken in Kuwait der zentrale Punkt für Gottesdienst, Gemeinschaftsbildung und kulturelle Ausdrucksformen. Wie in vielen katholischen Gemeinden auf der ganzen Welt kann es jedoch schwierig sein, einer vielfältigen und wachsenden Gemeinschaft eine angemessene seelsorgerische Betreuung und geistliche Unterstützung zukommen zu lassen, vor allem angesichts des provisorischen Charakters des Lebens der Auswanderer in Kuwait", betont der Kapuzinermissionar. „Um sicherzustellen, dass Einzelpersonen und Familien Zugang zu den Sakramenten, zum Religionsunterricht und zur seelsorgerischen Beratung haben, bedarf es einer sorgfältigen Koordinierung und entsprechender Ressourcen. Viele Katholiken in Kuwait haben einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund, und es kann eine Herausforderung sein, diese kulturellen Unterschiede innerhalb der Pfarrgemeinde zu integrieren und gleichzeitig die Einheit zu wahren. Ein Gleichgewicht zwischen den Traditionen und Praktiken der verschiedenen Gruppen innerhalb der katholischen Gemeinschaft erfordert Sensibilität und Dialog“.<br />Pater Johny fügt hinzu, dass in Kuwait generell Religionsfreiheit herrscht. „Allerdings", erklärt er, "stellt die Tätigkeit als religiöse Minderheit in einem überwiegend muslimischen Land die katholische Gemeinschaft vor rechtliche und soziale Herausforderungen. Es ist wichtig, positive Beziehungen zu anderen Religionsgemeinschaften aufzubauen, um Verständnis, Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt zu fördern. Den interreligiösen Dialog und die Zusammenarbeit zu verhandeln und dabei die Treue zu den katholischen Lehren und zur katholischen Identität zu wahren. Für viele in Kuwait lebende Katholiken kann die Ausübung ihres Glaubens in einem mehrheitlich muslimischen Land eine Reihe von Emotionen und Perspektiven hervorrufen. Die Menschen sind dankbar für die Freiheit, ihren Glauben praktizieren zu können“. „Die Menschen schätzen die Möglichkeit, die Messe zu besuchen, die Sakramente zu empfangen und am Leben der Kirche teilzunehmen, ohne Angst vor Verfolgung oder Diskriminierung“, erklärt der Geistliche. „Die Mitglieder der katholischen Gemeinde in Kuwait haben tiefen Respekt vor dem islamischen Glauben und seinen Gläubigen. Sie schätzen das reiche religiöse und kulturelle Erbe des Landes und bemühen sich, in Harmonie mit ihren muslimischen Nachbarn zu leben und gegenseitiges Verständnis und Respekt zu fördern", so der Kapuziner, "Insgesamt wird die Ausübung des Katholizismus in Kuwait von den Mitgliedern der katholischen Gemeinschaft oft als eine sinnvolle und bereichernde Erfahrung empfunden. Obwohl es Unterschiede und Herausforderungen geben mag, finden viele Katholiken in Kuwait Gemeinsamkeiten mit ihren muslimischen Nachbarn und nehmen die Gelegenheit wahr, ihren Glauben in einer vielfältigen und multikulturellen Gesellschaft zu leben. Unseren Glauben zu leben ist eine großartige Evangelisierung und Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi durch unser tägliches Zeugnis in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Umfeldern."<br />"Wir sind eine glückliche Gemeinschaft, eine liebende Familie, die sich umeinander kümmert", schließt Pater Johny. „Mit meinem Herzen, das dem Dienst an Gott und seinem Volk gewidmet ist, habe ich das Privileg gehabt, neun Jahre lang in Kuwait zu dienen. Als Mitglied des Franziskanerordens der Kapuziner bin ich zutiefst verpflichtet, den Geist des heiligen Franz von Assisi zu verkörpern, der Einfachheit, Demut und eine tiefe Liebe zu Gottes ganzer Schöpfung umfasst. In meinem Dienst versuche ich, Einheit, Mitgefühl und geistliches Wachstum unter den Gläubigen zu fördern und mich dabei von der Botschaft des Evangeliums der Liebe und Barmherzigkeit inspirieren zu lassen. Es ist mir eine Ehre, an der Seite der katholischen Gemeinde von Abbasiya zu gehen, sie auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und zu erleben, wie Gottes Gnade in unserer Mitte wirkt".<br />Die katholische Kirche in Abbasyia bietet regelmäßige Gottesdienste an, die den Katholiken Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet und zur Teilnahme am sakramentalen Leben geben. Es gibt eine "Anbetungskapelle", die von 5:15 Uhr morgens bis 21 Uhr abends für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Missionare bieten Katechese- und Religionsunterrichtsprogramme für alle Altersgruppen an, von Kindern, die sich auf die Erstkommunion und Firmung vorbereiten, bis hin zu Erwachsenen, die ihr Verständnis des katholischen Glaubens vertiefen möchten. Es gibt über 3000 Katechismusschüler, die dem syro-malabarischen Ritus, dem lateinischen Ritus und dem malankarischen Ritus angehören, und 150 Katechisten. Da es keine geeigneten Gebäude gibt, um die Treffen abzuhalten, hat sich die Gemeinde in acht Schichten zweimal pro Woche organisiert. Das syro-malabarische Katechismus-Bildungszentrum in der Pfarrei des heiligen Daniele Comboni ist eines der größten der Welt außerhalb von Kerala.<br />Thu, 30 May 2024 13:40:42 +0200ASIEN/INDIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke zur Wahl: “Es braucht die Stimme einer Opposition, damit die Demokratie lebendig bleibt“https://www.fides.org/de/news/75036-ASIEN_INDIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_zur_Wahl_Es_braucht_die_Stimme_einer_Opposition_damit_die_Demokratie_lebendig_bleibthttps://www.fides.org/de/news/75036-ASIEN_INDIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_zur_Wahl_Es_braucht_die_Stimme_einer_Opposition_damit_die_Demokratie_lebendig_bleibtRom - Während sich Indien dem Ende des langen Prozesses der Wahl der 543 Mitglieder des Unterhauses nähert "haben wir ein größeres Bewusstsein für die Notwendigkeit der Stimme einer Opposition im Parlament in der Bevölkerung und vor allem unter den jungen Wählern festgestellt, um sicherzustellen, dass die demokratische Dialektik lebendig ist", erklärt Pfarrer Ambrose Pitchaimuthu, ein indischer Priester aus Tamil Nadu und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Indien, gegenüber Fides. Pfarrer Ambrose Pitchaimuthu nimmt in Rom an der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke teil. <br />Der Nationaldirektor stellt fest, dass "es scheint, dass die Bharatiya Janata Party des scheidenden Premierministers Narendra Modi eine weniger überwältigende Mehrheit erhalten könnte, als am Vorabend der Wahl vorhergesagt wurde. Seine nationalistische Partei verfügt jedoch über eine solide Struktur im Staatsapparat“. "Die staatliche Bürokratie und die Polizei sind auf seiner Seite, viele Mitarbeiter wurden in RSS-Camps ausgebildet, während auch viele Medien im Besitz von Geschäftsleuten sind, die Modi unterstützen", stellt er fest. Darüber hinaus "ist die Kongresspartei, die wichtigste Oppositionspartei, in den letzten Jahren zersplittert und geschwächt worden, und innerhalb der Partei gibt es einen Generationenkonflikt zwischen alten und neuen Führungspersönlichkeiten", stellt Pfarrer Ambrose Pitchaimuthu fest.<br /> „In der jüngsten Phase der politischen Konfrontation", so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, "hat Modi auch die Religion als politische Waffe eingesetzt, indem er sich bewusst der religiösen Sprache bediente und sich in einem Interview sogar als 'von Gott auserwählter Gesandter' präsentierte". „Indien", so fährt er fort, "ist ein zutiefst religiöses Land, aber historisch gesehen sind die Führer nach der Unabhängigkeit öffentlich säkular geblieben, zum Teil um zu vermeiden, dass sie sich den Wechselfällen interreligiöser Gewalt hingeben, die das Land überschwemmt haben.“ Als Modi vor etwa zehn Jahren zum ersten Mal zur Wahl antrat, wählte er Indiens spirituelle Hauptstadt Varanasi als seinen Wahlkreis, "was die alte Stadt zur perfekten Kulisse machte, um seine politischen Ambitionen zu präsentieren und mit der Religion zu vermischen", stellt er fest.<br />Dieser Ansatz, so der Direktor, "spricht auch den Teil der Bevölkerung an, der nicht lesen und schreiben kann oder schlecht ausgebildet ist, die Armen und Unterdrückten, die eine solide Wählerbasis für die BJP darstellen". „Der Wunsch eines Teils der Nation", so schlussfolgert er, "ist es, im Parlament eine präsente und solide Opposition zu haben, um die demokratische Seele zu bewahren und damit gerade aus der Konfrontation zwischen den politischen Kräften, die verschiedene Sektoren der indischen Gesellschaft repräsentieren, das Gute für die Zukunft Indiens entstehen kann, unter voller Achtung der Werte der Verfassung".<br /> Tue, 28 May 2024 14:45:32 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Verhandlungen in Nairobi: Hoffnung auf Friedenhttps://www.fides.org/de/news/75035-AFRIKA_SUeDSUDAN_Verhandlungen_in_Nairobi_Hoffnung_auf_Friedenhttps://www.fides.org/de/news/75035-AFRIKA_SUeDSUDAN_Verhandlungen_in_Nairobi_Hoffnung_auf_FriedenJuba – Eine gute Regierungsführung, mehr Gerechtigkeit und Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung. Diese Themen stehen im Mittelpunkt der laufenden Friedensgespräche in Nairobi zwischen der Regierung des Südsudan und den Gruppen, die das Friedensabkommen von 2018 nicht unterzeichnet haben. <br />Die Gespräche, die am 9. Mai 2024 begonnen haben, tragen den Namen „Tumaini“ und werden vom ehemaligen kenianischen Armeechef Lazarus Sumbeiywo vermittelt.<br />Der Südsudan entstand 2011 nach einem Bürgerkrieg, der zur Abspaltung vom Sudan führte. Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit im Dezember 2013 brach erneut ein blutiger Bürgerkrieg aus, der durch das Friedensabkommen von 2018 teilweise beendet wurde. Einige Rebellen der Opposition hielten sich jedoch nicht an das Abkommen von 2018, das den Bürgerkrieg beendete, in dem 400 000 Menschen starben und Millionen vertrieben wurden; die Instabilität prägt daher weiterhin mehrere Gebiete des Landes.<br />Am 16. Mai wurde ein 11-Punkte-Abkommen unterzeichnet, das die Grundlage für das Engagement der Parteien für den Dialog, die Einstellung der Feindseligkeiten und die Verwirklichung einer gewaltfreien Zukunft im Südsudan bildet. Insbesondere lehnen die Parteien Gewalt als Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten ab und rufen alle Bürger des Südsudan auf, sich an einem konstruktiven Dialog zu beteiligen und ein Umfeld zu fördern, in dem Ansprüche friedlich behandelt werden können. Die Verhandlungsparteien haben sich auch darauf geeinigt, den zivilen und politischen Raum zu öffnen und den Bürgern die Teilnahme an friedlichen politischen Prozessen zu ermöglichen sowie die Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu gewährleisten.<br />Das kenianische Außenministerium erklärte, die Vereinbarung sei ein "erster Meilenstein" in den laufenden Gesprächen, in denen sich die Konfliktparteien zur Beendigung der Gewalt und der Feindseligkeiten verpflichteten.<br />Präsident Salva Kiir äußerte sich zuversichtlich zu den Friedensgesprächen in Nairobi und verwies auf die historischen Beziehungen zwischen Juba und Nairobi. "Der von Kenia geleitete Friedensprozess von Nairobi hat dazu beigetragen, das umfassende Friedensabkommen auszuhandeln, das den längsten Konflikt Afrikas beendete", betonte Kiir und erinnerte an den langen Krieg um die Unabhängigkeit des Südsudan. "Dieser Frieden führte zur Unabhängigkeit der Republik Südsudan am Ende der Übergangszeit im Jahr 2011. Ich bin zuversichtlich, dass die derzeitigen Bemühungen zu einem ähnlichen Ergebnis führen werden, während sich das Land auf die diesjährigen Parlamentswahlen vorbereitet“.<br /> Tue, 28 May 2024 12:46:48 +0200AMERIKA/HAITI - „Die internationale Polizeitruppe wird frühestens in drei Wochen in Haiti stationiert sein“https://www.fides.org/de/news/75034-AMERIKA_HAITI_Die_internationale_Polizeitruppe_wird_fruehestens_in_drei_Wochen_in_Haiti_stationiert_seinhttps://www.fides.org/de/news/75034-AMERIKA_HAITI_Die_internationale_Polizeitruppe_wird_fruehestens_in_drei_Wochen_in_Haiti_stationiert_seinPort-au-Prince - Die von Kenia angeführte multinationale Mission in Haiti "wird frühestens in drei Wochen eingesetzt werden können". Dies gab der kenianische Präsident William Ruto in einem Interview mit der BBC bekannt.<br />Ursprünglich sollten 200 kenianische Polizeibeamte am 23. Mai in Haiti landen, aber ihre Ankunft wurde in letzter Minute verschoben. Ruto erklärte, dass die Verzögerung der Ankunft dieses ersten Polizeikontingents auf Schwierigkeiten bei der Vorbereitung der Einrichtungen, die das internationale Kontingent aufnehmen sollen, sowie auf einen Mangel an Waffen und Transportmitteln zurückzuführen ist.<br />Im Oktober hatte Kenia zunächst zugesagt, die Sicherheitsmission in Haiti zu leiten und bis zu 1.000 Beamte zu entsenden, um die haitianische Polizei bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit zu unterstützen. Weitere 1.500 Beamte wurden von anderen Ländern zugesagt, darunter Jamaika, Barbados, Bangladesch, Benin und Tschad.<br />Die internationale Polizeitruppe soll den lokalen Sicherheitskräften helfen, die Gewalt der Banden einzudämmen, die in den letzten Monaten in Haiti explodiert ist. Im März griffen Banden die beiden größten Gefängnisse des Landes an, befreiten über 4.000 Insassen, belagerten den Flughafen und zwangen Ariel Henry, den Premierminister des Landes, ins Exil. Henry ist inzwischen zurückgetreten .<br />Die internationale Mission wird unterdessen von kriminellen Banden bekämpft. Haitis ehemals rivalisierende Bandenbündnisse, die G9 und die G-Pèp, haben sich in ihrem Widerstand gegen die Sicherheitsmission zusammengeschlossen und eine Gruppe namens „Vivre Ensemble“ gebildet. <br />Es fließen unterdessen weiterhin Waffen ins Land, von denen einige möglicherweise aus Raubüberfällen in lateinamerikanischen Ländern wie Kolumbien stammen. Sicher ist, dass die haitianischen Banden über immer raffiniertere Waffen verfügen, wie Schwester Marcella Catozza von den Franziskaner Missionsschwestern von Busto Arsizio, die seit 20 Jahren in Haiti tätig ist, gegenüber Fides erklärte . Waffen, die möglicherweise auch mit der Komplizenschaft von drei haitianischen Geschäftsleuten gekauft werden, die von der kanadischen Regierung im Dezember 2022 unter dem Vorwurf sanktioniert wurden, "ihren Status als hochrangige Mitglieder der haitianischen Wirtschaftselite auszunutzen, um die illegalen Aktivitäten krimineller Banden zu schützen und zu ermöglichen, unter anderem durch Geldwäsche und andere Korruptionshandlungen". Bei den dreien handelt es sich um Gilbert Bigio, den Präsidenten des haitianischen Industriekonglomerats „GB Group“, sowie die Geschäftsleute Reynold Deeb und Sherif Abdallah.<br />Unterdessen ist die humanitäre Lage in Haiti dramatisch , während die Gewalt nicht nachzulassen scheint. Am 23. Mai 2024 wurden zwei junge amerikanische protestantische Missionare, Natalie und Davy Lloyd, zusammen mit ihrem haitianischen Begleiter Jude Mon in der Ebene von Cul de Sac getötet.<br /> Tue, 28 May 2024 11:46:14 +0200AMERIKA/HAITI - “Humanitäre Katastrophe”: Gesundheitswesen steht am Rande des Zusammenbruchshttps://www.fides.org/de/news/75033-AMERIKA_HAITI_Humanitaere_Katastrophe_Gesundheitswesen_steht_am_Rande_des_Zusammenbruchshttps://www.fides.org/de/news/75033-AMERIKA_HAITI_Humanitaere_Katastrophe_Gesundheitswesen_steht_am_Rande_des_ZusammenbruchsPort au Prince - "Die Eskalation der Gewalt in Port-au-Prince und Artibonite, einer Provinz nordwestlich der Hauptstadt, stürzt Haiti in eine humanitäre Katastrophe. Das Gesundheitssystem steht am Rande des Zusammenbruchs", so der Vertreter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen , Bruno Maes. „Die ernste Notlage betrifft jedoch nicht nur die medizinische Versorgung der Kinder, sondern auch die lebenswichtigen Güter für ihre Behandlung und Ernährung", betonte er kürzlich in einer Erklärung.<br />In Haiti sind nur sechs von zehn Krankenhäusern betriebsbereit. Container mit Hilfsgütern sind blockiert oder geplündert worden, ebenso wie viele Lagerhäuser und Apotheken.<br />"Gewalt, Massenvertreibung, Epidemien und zunehmende Unterernährung haben das haitianische Gesundheitssystem zerstört , aber die Blockade der Versorgungsketten verschlimmert die verzweifelte humanitäre Lage weiter."<br />Nach Angaben der humanitären Organisationen der Vereinten Nationen benötigen rund 4,4 Millionen Menschen in Haiti - einem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 27.755 Quadratkilometern - dringend humanitäre Hilfe, und 1,6 Millionen Menschen sind von einer akuten Ernährungsunsicherheit betroffen. Mehr als 30 medizinische Zentren und Krankenhäuser wurden aufgrund von Vandalismus, Plünderungen oder weil sie sich in unsicheren Gebieten befanden, geschlossen, darunter auch das staatliche Universitätskrankenhaus von Haiti, das größte des Landes. Die kürzliche Wiedereröffnung des Flughafens in Port-au-Prince nach fast drei Monaten ist ein erster Schritt zur Aufhebung der Isolation, aber die Häfen sind immer noch blockiert.<br />In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 wurden 2.500 Menschen, darunter mindestens 82 Kinder, infolge von Bandengewalt getötet oder verletzt. Diese Zahlen gehen aus den jüngsten UN-Berichten hervor. Fast die Hälfte der Opfer wurde bei gewaltsamen Angriffen auf ihre Wohnviertel oder bei Zusammenstößen zwischen Banden und der Polizei erschossen, und mindestens 438 Menschen wurden zur Erpressung von Lösegeld entführt. Medienberichten zufolge befinden sich 80 % der Hauptstadt und der Verbindungsstraßen zum Norden und Süden des Landes in den Händen krimineller Banden, die auf den Straßen, in den Stadtvierteln und an den Autobahnkreuzen Angst und Schrecken verbreiten. Etwa 362.000 Menschen - die Hälfte davon Mädchen und Jungen - mussten aus ihren Häusern fliehen, weil es zu gefährlich ist, dort zu bleiben, und viele von ihnen sind in überfüllten Notunterkünften in Schulen und anderen öffentlichen Räumen untergebracht. Sexuelle Gewalt und Missbrauch gegen Frauen und Mädchen haben zugenommen, und Zehntausende von Kindern können wegen der unsicheren Lage nicht zur Schule gehen.<br />Zu diesem dramatischen Kontext kommt der nicht weniger beruhigende politische Rahmen. Das neunköpfige Präsidialkollegium, das die Verantwortung für die Leitung eines Übergangsprozesses übernommen hat, bewegt sich langsam auf die Bildung einer Übergangsregierung zu, während Neuwahlen organisiert werden. Die Regierung sollte den Boden für die Entsendung einer internationalen Truppe zur Bekämpfung der Banden bereiten. Zunächst sollen eintausend kenianische Polizisten und Unterstützungskontingente von den Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belize, Benin, Tschad und Jamaika eingesetzt werden.<br /> Mon, 27 May 2024 13:21:05 +0200ASIEN/CHINA - Bischof Shen Bin feiert Gottesdienste am Fest Maria Hilfe der Christen und am Dreifaltigkeitssonntaghttps://www.fides.org/de/news/75031-ASIEN_CHINA_Bischof_Shen_Bin_feiert_Gottesdienste_am_Fest_Maria_Hilfe_der_Christen_und_am_Dreifaltigkeitssonntaghttps://www.fides.org/de/news/75031-ASIEN_CHINA_Bischof_Shen_Bin_feiert_Gottesdienste_am_Fest_Maria_Hilfe_der_Christen_und_am_DreifaltigkeitssonntagShanghai - "Die Heilige Dreifaltigkeit ist immer harmonisch. Ich ermutige euch, in eurem Leben die Harmonie widerzuspiegeln, die in der Heiligsten Dreifaltigkeit herrscht, und aus euch herauszugehen, um mit anderen und mit der ganzen Welt das wunderbare Geschenk des Evangeliums zu teilen, um den Menschen zu helfen, Christus zu begegnen und zu Christus zurückzukehren", so der Bischof von Shanghai, Joseph Shen Bin, am Sonntag, dem 26. Mai, während der Feier des Hochfestes der Heiligen Dreifaltigkeit an die Gemeindemitglieder der dem heiligen Apostel Andreas geweihten Kirche. Während der liturgischen Feier, der Bischof Shen Bin vorstand, empfingen auch 36 Erwachsene das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt forderte der Bischof von Shanghai die Firmlinge auf, "mutige Wächter Christi in ihrem Leben zu sein und den Glauben durch ihre eifrige Hingabe zu verbreiten, damit die Kirche blühen kann“.<br /><br />Über 500 Katholiken aus der Gemeinde nahmen an der Feier mit dem Pastoralbesuch des Bischofs teil. "In unseren täglichen Bibellesungen", betonte Bischof Shen Bin in seiner Predigt, "können wir die Heilige Dreifaltigkeit durch das Wort Gottes hören. Wenn wir in die Kirche kommen, Lieder singen, an der Messe teilnehmen, der Predigt zuhören, andächtig beten und die heilige Eucharistie empfangen, sind das alles gute Gelegenheiten, uns vom Geheimnis der Liebe der Heiligen Dreifaltigkeit umgeben zu fühlen".<br /><br />Am 24. Mai stand Bischof Shen Bin unmittelbar nach seiner Rückkehr Rom, wo er auf der Konferenz „Primum Concilium Sinense“ gesprochen hatte , auch der feierlichen Liturgie des Festes Maria Hilfe der Christen vor. An diesem Tag wird weltweit der Gebetstag für die Kirche in China begangen. Fast 200 Priester, Nonnen und Seminaristen sowie mehr als tausend Laien nahmen zusammen mit dem Bischof an der Wallfahrt der Diözese Shanghai zum Heiligtum der Muttergottes von Sheshan teil. "Füllen wir das 'Wasserreservoir' unseres Lebens mit den Gaben, die wir durch die Nachfolge Jesu erhalten", sagte Bischof Shen Bin in Sheshan, "und schöpfen wir dann mit dem Löffel des Glaubens und der Nächstenliebe das Wasser aus unserem Leben und verwandeln es in köstlichen Wein, um ihn Gott darzubringen“.<br /> <br />Mon, 27 May 2024 13:08:34 +0200ASIEN/INDONESIEN - Erzbischof von Ende ernannthttps://www.fides.org/de/news/75032-ASIEN_INDONESIEN_Erzbischof_von_Ende_ernannthttps://www.fides.org/de/news/75032-ASIEN_INDONESIEN_Erzbischof_von_Ende_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat am 25. Mai den bisherigen Generaloberen der Gesellschaft von Göttlichen Wort Pater Paulus Budi Kleden zum Erzbischof von Ende ernannt.<br />Erzbischof Kleden wurde am 16. November 1965 in Waibalun geboren. Nach dem Besuch des Kleinen Seminars von Santo Domingo in Hokeng trat er in das Noviziat der Steyler Missionare in Ledalero ein. Er studierte Philosophie im Priesterseminar „St. Paulus“ und Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule „St. Gabriel“ in Mödling . Er legte am 15. August 1992 die ewigen Gelübde ab und wurde am 19. Mai 1993 zum Priester geweiht.<br />Nach seiner Priesterweihe hatte er folgende Ämter und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar in der Pfarrei St. Nikolaus in Auw ; Promotion in Dogmatischer Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ; Dozent für Theologie am Großen Seminar in Ledalero ; Mitglied des Provinzrates und Mitglied des Generalrates der Steyler Missionare ; seit 2018 ist er Generaloberer seiner Kongregation.<br /> <br />Mon, 27 May 2024 12:42:36 +0200ASIEN/PAKISTAN - Angriff nach Blasphemievorwürfen: Polizei nimt 44 Personen im Zusammenhang mit Massengewalt festhttps://www.fides.org/de/news/75030-ASIEN_PAKISTAN_Angriff_nach_Blasphemievorwuerfen_Polizei_nimt_44_Personen_im_Zusammenhang_mit_Massengewalt_festhttps://www.fides.org/de/news/75030-ASIEN_PAKISTAN_Angriff_nach_Blasphemievorwuerfen_Polizei_nimt_44_Personen_im_Zusammenhang_mit_Massengewalt_festSargodha - Die pakistanische Polizei hat 44 Personen im Zusammenhang mit Massengewalt gegen einen Christen angeklagt und festgenommen. Der in der Mujahid Colony in Sargodha, einer Stadt in der pakistanischen Provinz Punjab, wohnhafte Christ war beschuldigt worden, den Koran geschändet zu haben. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen 25. Mai, als einige Bewohner verbrannte Koranseiten in der Nähe der Häuser einiger christlicher Familien fanden. Nach einer unbegründeten Anschuldigung versammelte sich ein mit Stöcken, Steinen und anderen Waffen bewaffneter Mob vor dem Haus von Nazir Masih, dem christlichen Besitzer einer kleinen Schuhfabrik in der Gegend, und beschuldigte ihn der "Blasphemie", da er angeblich den Koran verbrannt habe, als er den Müll entsorgte. <br />Einige Bürger, Christen und Muslime, die den Ausbruch von Massengewalt befürchteten, schalteten die örtliche Polizei und Vertreter des "Friedenskomitees" von Sargodha ein, das sich aus christlichen und muslimischen religiösen Führern zusammensetzt, und versuchten, die aufgebrachte Menge zu beruhigen, die inzwischen auf 300 Personen angewachsen war. Trotz allem spitzte sich die Situation zu: Einige Männer setzten die Schuhfabrik in Brand, andere drangen von den angrenzenden Dächern in das Haus von Nazir Masih ein, der erklärte, völlig unschuldig zu sein. Nur durch das schnelle und beherzte Eingreifen von Polizeibeamten konnte der Mann aus dem brennenden Haus gerettet werden, aber Nazir wurde trotzdem verletzt, da die Menge zu Gewalt aufrief. <br />Die Sicherheitskräfte setzten daraufhin Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen, und nahmen Dutzende von Menschen fest und die pakistanische Polizei brachte ein Verfahren und eine Anzeige gegen insgesamt 44 identifizierte Männer auf den Weg und beschuldigte sie des versuchten Mordes, der Behinderung und des Angriffs auf öffentliche Beamte, terroristischer Handlungen und der Lynchjustiz .<br />Der 70jährige Nazir Masih liegt in einem Krankenhaus in Sargodha und befindet sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Seinen Anwälten zufolge waren es einige Nachbarn - mit denen er in der Vergangenheit Streit hatte -, die ihn beschuldigten und den Angriff auslösten. "Dies ist ein weiterer Fall von Missbrauch des Blasphemiegesetzes. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass es instrumentalisiert wird", sagte der katholische Anwalt Khalil Tahir Sindhu, Minister für Menschenrechte in der Provinz Punjab, der sich an den Tatort begab. Der Minister dankte der Polizei für ihr schnelles Eingreifen, das den Lynchmord verhindert hat.<br />Die christliche Gemeinde im Wohnviertel Mujahid Colony, in der mehrere christliche Familien leben und eine Kirche steht, ist derzeit verängstigt. Eine Delegation der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der pakistanischen Bischöfe unter der Leitung von Erzbischof Joseph Arshad von Islamabad-Rawalpindi begab sich gemeinsam mit Minister Sandhu an den Ort des Geschehens und brachte ihre Solidarität mit den Christen in Sargodha zum Ausdruck. Die Kommission verurteilte die Gewalt und erinnerte an die Ausschreitungen in Jaranwala im vergangenen Jahr und stellte fest, dass "es von wesentlicher Bedeutung ist, dass jeder Vorwurf der Blasphemie gründlich untersucht wird und dass die beschuldigte Person eine faire Chance erhält, sich im Einklang mit den verfassungsmäßigen Rechten zu verteidigen. Unter keinen Umständen sollten Menschenmassen die Freiheit haben, die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen". Außerdem wird die Verpflichtung bekräftigt, "Dialog zu fördern, um der Intoleranz entgegenzuwirken". <br />Nach dem Vorfall bekräftigte unterdessen auch der Erzbischof von Lahore, Sebastian Shaw, in einer Sitzung in Lahore, die Notwendigkeit des Schutzes und der Sicherheit aller Kirchen im Bezirk Sargodha. Diesem Appell schlossen sich auch Abdul Khair Azad, Imam der Hauptmoschee von Lahore, und mehrere Mitglieder der Zivilbehörden an.<br /> <br />Mon, 27 May 2024 12:22:21 +0200AFRIKA/NIGERIA - Entführter Priester ist wieder freihttps://www.fides.org/de/news/75029-AFRIKA_NIGERIA_Entfuehrter_Priester_ist_wieder_freihttps://www.fides.org/de/news/75029-AFRIKA_NIGERIA_Entfuehrter_Priester_ist_wieder_freiAbuja - "Mit einem Herzen voller Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott geben wir die Freilassung von Pater Basil Gbuzuo bekannt", heißt es in einer Erklärung der Diözese Onitsha zur Freilassung von Pfarrer Basil Gbuzuo, der am 15. Mai entlang der Umgehungsstraße von Eke Nkpor-Obosi entführt wurde .<br />Nach Berichten aus der Diözese wurde der Priester "am 23. Mai gegen Mitternacht an einem Ort in der Nähe von Ufuma von seinen Entführern zurückgelassen". Pfarrer Gbuzuo wurde von Pfarrer Alex Ezema, dem Pfarrer der Heilig-Kreuz-Kirche in Ufuma, empfangen, an den sich der Priester nach seiner Befreiung gewandt hatte.<br />Der Erzbischof von Onitsha Valerian Okeke, dankte denjenigen, die für die Freilassung von Pater Gbuzuo gebetet hatten, und richtete Worte des Dankes an die Behörden des Staates Anambra.<br />Der Pressesprecher des Gouverneurs des Bundesstaates Anambra, Christian Aburime, sagte, Pfarrer Basil Gbuzuo habe, "dank der engagierten Bemühungen des gemeinsamen Sicherheitsteams der Regierung des Bundesstaates Anambra und wohlmeinender Bürger" seine Freiheit wiedererlangt.<br />"Die Regierung des Bundesstaates wird keine Mühen scheuen, um sicherzustellen, dass jede Person, die in Gefangenschaft gehalten wird, bedingungslos und unversehrt freigelassen wird", fügte er hinzu.<br />Der Regierungssprecher warnte daraufhin die kriminellen Banden: "Wir nutzen diese Gelegenheit, um eine deutliche Warnung an alle Kriminellen, ihre Komplizen und Sponsoren zu richten. Die volle Härte des Gesetzes wird all jene treffen, die sich direkt oder indirekt an der Organisation krimineller Aktivitäten beteiligen. Denken Sie jedoch daran, dass der Olivenzweig, der kriminellen Elementen angeboten wird, noch immer zur Verfügung steht. Sie sollten die vom Staat gebotenen Möglichkeiten zur Ausbildung, Rehabilitierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft nutzen".<br />Unterdessen befindet sich der zweite Priester, der im Mai in Nigeria entführt wurde, Pfarrer Oliver Buba aus der Diözese Yola im Bundesstaat Adamawa weiterhin in den Händen der Entführer.<br /> Mon, 27 May 2024 11:36:27 +0200VATIKAN - Papst Franziskus an die Missionswrke: Es gibt eine “Größe der Kirche im Martyrium”https://www.fides.org/de/news/75027-VATIKAN_Papst_Franziskus_an_die_Missionswrke_Es_gibt_eine_Groesse_der_Kirche_im_Martyriumhttps://www.fides.org/de/news/75027-VATIKAN_Papst_Franziskus_an_die_Missionswrke_Es_gibt_eine_Groesse_der_Kirche_im_MartyriumVatikanstadt - Auch in unserer Zeit gibt es eine "Größe der Kirche im Martyrium", im Zeugnis derer, die den Namen Jesu anrufen, während sie seinetwegen getötet werden. Dies betonte Papst Franziskus in einer der zahlreichen Passagen in seiner Ansprache an die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke , die in diesen Tagen in Sacrofano zu ihrer Generalversammlung zusammenkommen und am Samstagvormittag von Papst Franziskus in Audienz empfangen wurden. <br />Die Mission der Kirche und ihr Pilgerweg durch die Geschichte seien auch heute noch von der Erfahrung des Martyriums geprägt. Papst Franziskus dankte "Gott für das martyrische Zeugnis", das "eine Gruppe von Katholiken aus dem Kongo, aus Nord-Kivu, vor kurzem abgelegt hat. Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten", so der Papst, "einfach weil sie Christen waren und nicht zum Islam übertreten wollte“. Der Papst verwies auch auf die Christen, die an einem Strand in Libyen hingerichtet wurden, "jene Kopten, denen die Kehle aufgeschlitzt wurde und die auf ihren Knien sagten: 'Jesus, Jesus'".<br />In seiner Ansprache an die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke nahm Papst Franziskus das liturgische Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit - das morgen, am Sonntag, den 26. Mai, gefeiert wird - zum Anlass, um zu bekräftigen, dass die der Kirche anvertraute Missionsarbeit kein selbst erzeugter Aktivismus ist, sondern aus den Quellen des Geheimnisses Gottes schöpft, aus der "göttlichen Mission", die sich im Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit "für das Heil der Menschheit sich hingibt und verzehrt". <br />Die Merkmale, die die trinitarische Quelle jedes authentischen apostolischen Werkes offenbaren, erklärte der Papst, seien die der Gemeinschaft, der Kreativität und der Beharrlichkeit. "Drei Schlüsselbegriffe", erklärte der Papst den Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke, "die für die Kirche in ständiger Mission von aktueller Bedeutung sind. Und noch mehr für unsere Missionswerke, die jetzt zu einer Erneuerung aufgerufen sind, um einen immer prägnanteren und wirksameren Dienst zu leisten".<br /> „Bei der Betrachtung des Geheimnisses der Dreifaltigkeit", so der Papst zum ersten der drei "Schlüsselworte", die er in seiner Ansprache unterstrich, "sehen wir, dass Gott eine Gemeinschaft von Personen ist, er ist ein Geheimnis der Liebe. Und die Liebe, mit der Gott kommt, um uns zu suchen und zu retten, die in seinem einen und dreifaltigen Wesen wurzelt, ist auch das, was den missionarischen Charakter der pilgernden Kirche auf Erden begründet". Deshalb besteht die christliche Mission "nicht darin, eine abstrakte Wahrheit oder eine religiöse Überzeugung zu vermitteln, und sie ist vor allem keine Proselytenmacherei".<br />Dazu erzählte Papst Franziskus in freier Rede zur Ergänzung des schriftlichen Textes die Anekdote einer Begegnung mit einer Frau aus einer konservativen Gruppe, die ihn während eines Weltjugendtages angesprochen hatte: "Die Dame hatte einen Jungen und ein Mädchen bei sich und sagte zu mir: 'Eure Heiligkeit, ich möchte Ihnen sagen, dass ich diese beiden bekehrt habe!‘. Ich habe ihr in die Augen geschaut", berichtet Papst Franziskus, "und ich habe sie gefragt: 'Und wer wird dich bekehren?“. Und er bedauerte: „Es gibt religiöse Gruppen, die den Katalog der Bekehrungen präsentieren...".<br /> „Der Aufruf zur Gemeinschaft", so Papst Franziskus weiter, "impliziert einen synodalen Stil: das heißt, gemeinsam zu gehen, einander zuzuhören, miteinander reden“. „Dies", fügte der Papst hinzu, "erweitert unsere Herzen und erzeugt in uns eine immer universellere Sichtweise, in Übereinstimmung mit dem, was bei der Gründung des Werkes für die Glaubensverbreitung betont wurde: ‚Wir müssen nicht diese oder jene Mission im Besonderen unterstützen, sondern alle Missionen der Welt‘".<br />Auch "Kreativität" - das zweite Schlüsselwort, das Papst Franziskus in der Ansprache an die Nationaldirektoren der Päpstlichen erwähnte - sei keine Erfindungswut, um sich zu beschäftigen, sondern komme aus dem "Verwurzeltsein im schöpferischen Werk Gottes, der alles neu macht". „Deshalb ist die Kreativität in der apostolischen Arbeit mit der Freiheit verbunden, die Gott besitzt und uns in Christus und im Geist schenkt“, so der Papst. Denn "wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit". Kreativität, so betonte Papst Franziskus, "kommt aus der göttlichen Liebe. Was uns Freiheit gibt, ist der Geist“. Deshalb, so der Bischof von Rom, "ist jede missionarische Tätigkeit in dem Maße schöpferisch, wie die Liebe Christi ihr Ursprung, ihre Form und ihr Ziel ist. So bringt sie mit unerschöpflicher Phantasie immer neue Formen der Verkündigung des Evangeliums und des Dienstes an unseren Brüdern und Schwestern, besonders an den Ärmsten, hervor".<br />„Ein Ausdruck dieser Nächstenliebe", fügte der Papst hinzu und bezog sich dabei auf die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke, "sind auch die traditionellen Kollekten, die für die universellen Solidaritätsfonds für die Missionen. Und zu diesem Zweck müssen wir sie fördern und verständlich machen, dass diese Hilfe, die man gebt, die jeder Christ gibt, die Kirche wachsen lässt und die Menschen rettet, und deshalb die Beteiligung nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von Gruppen und Institutionen unterstützen, die im Geist der Dankbarkeit für die vom Herrn empfangenen Gnaden die vielen missionarischen Initiativen der Kirche unterstützen wollen".<br />Die Beharrlichkeit, das dritte Wort, das Papst Franziskus nannte, schöpfe in der apostolischen Arbeit ebenfalls aus den Quellen der Liebe Gottes und dem Geheimnis der Dreifaltigkeit. Es sei eine gegebene Treue, ein Spiegelbild der "göttlichen Sendung". „Deshalb", fuhr Papst Franziskus fort und erinnerte an seine Botschaft zum Weltmissionstag 2024, "wird die Kirche weiterhin über alle Grenzen hinausgehen, immer wieder hinausgehen, ohne müde zu werden oder angesichts von Schwierigkeiten und Hindernissen den Mut zu verlieren, um die vom Herrn empfangene Sendung treu zu erfüllen“.<br />Unter Bezugnahme auf die Festigkeit bei der Verkündigung des Evangeliums erinnerte der Papst an die Erfahrung des Martyriums ein, die den Weg der Kirche begleitet, und and die Eigenschaft der Geduld, mit der die Schwächen und Gestrauchelten: "Bitte", so der Papst, "lasst uns geduldig sein, lasst uns sie an der Hand nehmen und sie begleiten. Lasst euch von diesen Ausrutschern nicht skandalisieren“. "Jeder soltte sagen: 'Das kann mir auch passieren'“, so Papst Franziskus, „Seid sehr barmherzig und sanftmütig und wartet ab. Eines der Dinge, die mich am Herzen des Herrn berühren, ist die Geduld: sie weiß, wie man wartet. Betrachten wir mehr die positiven Aspekte, und in dieser Freude, die aus der Betrachtung des Werkes Gottes kommt, werden wir auch in der Lage sein, problematischen Situationen mit Geduld zu begegnen... Seid beharrlich und ausdauernd, geht voran im Herrn! Und bei den Brüdern und Schwestern, die ausrutschen und fallen, denkt daran, dass es nur ein einziges Mal erlaubt ist, auf einen Menschen herabzuschauen, nur ein einziges Mal: wenn es darum geht, ihm oder ihr auf die Beine zu helfen".<br /> Sat, 25 May 2024 09:34:43 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Ein von Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Fremdenfeindlichkeit gezeichnetes Land bereitet sich auf die Wahlen vorhttps://www.fides.org/de/news/75020-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Ein_von_Arbeitslosigkeit_Kriminalitaet_und_Fremdenfeindlichkeit_gezeichnetes_Land_bereitet_sich_auf_die_Wahlen_vorhttps://www.fides.org/de/news/75020-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Ein_von_Arbeitslosigkeit_Kriminalitaet_und_Fremdenfeindlichkeit_gezeichnetes_Land_bereitet_sich_auf_die_Wahlen_vorJohannesburg - Die hohe Arbeitslosigkeit belastet viele Südafrikaner im Vorfeld der Parlamentswahlen am kommenden 29. Mai.<br />Das Problem wurde von der UNO bereits im Jahr 2022 als "Zeitbombe" bezeichnet. Mit 25 Millionen Menschen, die von Sozialleistungen abhängig sind, ist Südafrika mit enormen Ungleichheiten konfrontiert, die bei der Mehrheit der Bevölkerung enorme Frustrationen hervorrufen. Vor allem die Bewohner der ländlichen Gebiete und der Townships in den Großstädten Südafrikas leiden unter dem Mangel an Arbeitsplätzen und Lebensperspektiven. Da jeder dritte Südafrikaner in einer der am meisten von Ungleichheit geprägten Gesellschaften der Welt arbeitslos ist, sind insbesondere Ausländer im Allgemeinen zur Zielscheibe geworden. Dies hat eine fremdenfeindliche Bewegung gegen Migranten aus anderen afrikanischen Ländern hervorgebracht, die unter dem Namen „Operation Dudula“ im Jahr 2021 in der Township Soweto begann und sich inzwischen auf das ganze Land ausgebreitet hat.<br />Die „Operation Dudula“ hat sich innerhalb von zwei Jahren von einer mehr oder weniger spontanen Bewegung in eine politische Partei verwandelt, die allerdings nicht an den Wahlen teilnehmen kann, weil sie von der Wahlkommission ausgeschlossen wurde, da sie die Frist für die Einreichung der Kandidatenliste nicht eingehalten hat. An der Spitze der Bewegung steht Zandile Dabula, die sich die Feindseligkeit der Ghettobewohner gegen Ausländer zu eigen gemacht hat, die angeblich "Arbeitsplätze stehlen, mit verfälschten Lebensmitteln und mit Drogen handeln". Annahmen, die von Statistiken widerlegt werden , die jedoch der seit 1994 an der Macht befindlichen Partei, dem African National Congress , entgegenkommen, der sich nach Ansicht seiner Kritiker von einem Leuchtturm des Kampfes gegen die Apartheid in einen korrupten und bevormundenden Apparat verwandelt hat, dessen Politik die Lage der "schwarzen" Südafrikaner verschlechtert hat. <br />Weitere Probleme, mit denen diese ebenso wie die übrige Bevölkerung konfrontiert sind, sind häufige Stromausfälle und ein hohes Maß an Gewaltkriminalität, der kürzlich zwei im Ausland geborene katholische Priester zum Opfer fielen.<br />Der aus Sambia stammende Pater William Banda von der St. Patrick’s Society for Foreign Missions wurde erschossen, als er sich auf die Feier der Heiligen Messe in der Kathedrale von Tzaneen vorbereitete . Pater Paul Tatu Mothobi von der Kongregation von den heiligen Wundmalen unseres Herrn Jesus Christus aus Lesotho wurde am 27. April in Südafrika getötet . Anlässlich dieses zweiten Mordes gaben die örtlichen Bischöfe eine Erklärung ab, in der es hieß, die Ermordung der beiden Priester geschehe "in einem Kontext wachsender Besorgnis über die zunehmende Missachtung des Wertes des Lebens, wo Menschen willkürlich getötet werden". Die Mordrate in Südafrika lag im Zeitraum 2022-2023 bei 45 Morden pro 100.000 Einwohner, während sie in den USA bei 6,3 pro 100.000 Einwohner und in den meisten europäischen Ländern bei nur einem Mord lag. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass einer der wenigen Sektoren, in denen die Zahl der Neueinstellungen steigt, der private Sicherheitsdienst ist. Es gibt 2,7 Millionen private Sicherheitsbeamte im Vergleich zu nur 150.000 Polizeibeamten bei einer Bevölkerung von 62 Millionen Einwohnern. <br />Die Wahl am 29. Mai stellt daher eine Herausforderung für den African National Congress dar, dem ein erheblicher Teil seiner Wähler nach 30 Jahren unterbrochener und von massiver Korruption geprägter Macht den Rücken kehren könnte.<br /> Sat, 25 May 2024 09:23:02 +0200ASIEN/PAKISTAN - Massengewalt gegen Christen: Neun Monate nach den Anschlägen erhalten Familien Hilfe beim Wiederaufbauhttps://www.fides.org/de/news/75017-ASIEN_PAKISTAN_Massengewalt_gegen_Christen_Neun_Monate_nach_den_Anschlaegen_erhalten_Familien_Hilfe_beim_Wiederaufbauhttps://www.fides.org/de/news/75017-ASIEN_PAKISTAN_Massengewalt_gegen_Christen_Neun_Monate_nach_den_Anschlaegen_erhalten_Familien_Hilfe_beim_WiederaufbauJaranwala - Neun Monate nach der Massengewalt, bei der das christliche Viertel von Jaranwala, einer Stadt in der pakistanischen Provinz Punjab, zerstört wurde, "herrscht in der Gegend immer noch ein gewisses Maß an Feindseligkeit. Die Spannungen machen sich vor allem beim Schulbesuch christlicher Kinder bemerkbar, die von Lehrern und Mitschülern verspottet oder ausgegrenzt werden und deshalb Angst haben oder nicht zur Schule gehen wollen", erklärt Michelle Chaudhry, Präsidentin der "The Cecil & Iris Chaudhry Foundation" , die sich für soziale Projekte hauptsächlich zugunsten marginalisierter christlicher Gemeinschaften in Pakistan einsetzt, gegenüber Fides. <br />Am 16. August 2023 wurde die christliche Gemeinde von Jaranwala von radikalen Muslimen angegriffen, mehr als 25 Kirchen und Hunderte von Häusern wurden geplündert und in Brand gesteckt, wodurch Hunderte von Familien traumatisiert und obdachlos wurden: "Die Menschen verloren alles, was sie besaßen, viele verloren auch ihre Hoffnung, ihr Vertrauen und ihre Träume wurden für immer zerstört. Und das alles nur wegen einer angeblichen Anklage wegen Blasphemie, die noch nicht bewiesen ist", so Michelle Chaudhry.<br />Um diesen Menschen zu helfen, engagiert sich die Stiftung dafür, dass die Opfer unterstützt und zu rehabilitiert werden. Dank der eingegangenen Spenden konnte ein mehrstufiger Prozess in Gang gesetzt werden: zunächst durch die Bereitstellung von Unterkünften, warmen Mahlzeiten, Trinkwasser und persönlichen Hygieneartikeln. In der zweiten Phase, die derzeit läuft, wird der Wiederaufbauprozess, darunter auch die Restaurierung oder der Wiederaufbau von Häusern, eingeleitet. Darüber hinaus hat die „Cecil & Iris Chaudhry Foundation“ in Jaranwala ein medizinisches Zentrum für Kinder eingerichtet, die an Hautkrankheiten erkrankt sind, und bietet Behandlung und Medikamente an. Es wurden auch Anstrengungen unternommen, um den psychischen Stress der Kinder durch spielerische Initiativen zu lindern, insbesondere während der Feiertage wie Weihnachten und Ostern.<br />"Für 25 Kinder haben wir die Schulkosten in einem katholischen Internat in einer nahe gelegenen Stadt übernommen und sind bereit, bei Bedarf weitere Kinder aufzunehmen", so die Präsidentin der Stiftung. Ziel sei es, "diesen Familien beizustehen, um ihnen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen, auch wenn sie sich vom Staat, der sie nicht geschützt hat, im Stich gelassen und verraten fühlen". „Niemand sollte jemals das erleben, was diesen Familien widerfahren ist. Es ist die Pflicht des Staates, alle seine Bürger zu schützen und ihren Schutz zu gewährleisten, unabhängig von ihrem Glauben", stellt sie fest. „Auf diese Weise", so Chaudhry abschließend, "versucht die Stiftung, den Familien zu helfen und ihr Leben, aber auch ihre Hoffnung, ihr Vertrauen und ihre Träume wiederherzustellen“.<br />Einige Christen in der örtlichen Gemeinde stehen unterdessen im Mittelpunkt eines kontroversen Rechtsstreits, da sie von einem Muslim, der verdächtigt wird, zu den Organisatoren der Gewalttaten vom August 2023 zu gehören, des Hausfriedensbruchs beschuldigt werden. Nach Aussage der Christen, die eine faire und transparente Untersuchung fordern, handelt es sich um eine Manipulation mit falschen Anschuldigungen. Während sich der Fall entwickelt, herrscht in der christlichen Gemeinde von Jaranwala jedoch Optimismus und die Überzeugung, dass die Gerechtigkeit siegen wird und die Gläubigen entlastet werden.<br /> Sat, 25 May 2024 15:49:17 +0200VATIKAN - Erzbischof Nappa: Länder mit christlicher Tradition sind heute „Missionsgebiete“https://www.fides.org/de/news/75025-VATIKAN_Erzbischof_Nappa_Laender_mit_christlicher_Tradition_sind_heute_Missionsgebietehttps://www.fides.org/de/news/75025-VATIKAN_Erzbischof_Nappa_Laender_mit_christlicher_Tradition_sind_heute_MissionsgebieteSacrofano - Der "epochale Wandel", der sich in der Welt vollzieht, stellt auch das Wesen und die spezifische Sendung der Päpstlichen Missionswerke in Frage, die dazu aufgerufen sind, "aufmerksam zu lesen, was in der Gesellschaft geschieht, um sich wieder auf den Weg zu machen, um den tiefgreifenden Bedürfnissen der Menschen von heute zu begegnen", so Erzbischof Emilio Nappa, beigeordneter Sekretär des Dikasteriums für Evangelisierung und Präsident der Päpstlichen Missionswerke in seiner Ansprache zur Eröffnung der Generalversammlung 2024 der Päpstlichen Missionswerke, die heute Nachmittag, Freitag, 24. Mai, im Haus "Fraterna Domus" in Sacrofano bei Rom begonnen hat.<br />In seiner Ansprache ging Erzbischof Nappa auf einige der grundlegenden Fragen ein, die der gegenwärtige Wandel auch für die missionarische Arbeit der Kirche aufwirft. "Kann die Evangelisierung", so fragte sich der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, "weiterhin nur die Gebiete der ersten Evangelisierung betreffen, oder sollten vielmehr auch die Gebiete der christlichen Tradition neu evangelisiert werden? Die Antwort liegt auf der Hand", fuhr der Erzbischof fort und verwies auf das wachsende Phänomen, dass Priester, die in den Seminaren der jungen Kirchen ausgebildet wurden, in diese Länder berufen werden, um dort ihren priesterlichen Dienst auszuüben. "Mit mehreren Bischofskonferenzen, mit denen wir während ihrer Ad-Limina-Besuche zusammengetroffen sind, denken wir darüber nach, Orte und Zeiten für diese besondere Art der Ausbildung für diese Priester zu finden", so der Präsident der Päpstlichen Missionswerke.<br />In seiner Ansprache wies Erzbischof Nappa auch auf eine zunehmendes Schwinden der Sichtbarkeit der Päpstlichen Missionswerke und ihrer spezifischen Mission hin, ein Phänomen, das auch auf das Entstehen "so vieler Organisationen mit denselben Merkmalen und Zielen wie den unseren", zurückzuführen ist. Ausgehend von diesen Überlegungen forderte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke alle Mitarbeiter der Päpstlichen Missionswerke auf, die besondere Dynamik ihrer Arbeit, die sie im Auftrag des Papstes im Dienst der jungen Kirchen leisten, neu zu beleben. "Wir sind keine einfachen Lohnempfänger, wir sind Arbeiter im Weinberg des Herrn", so der Erzbischof. <br />An der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke, die bis Freitag, 31. Mai, dauert, nehmen die Generalsekretäre der internationalen Sekretariate und rund 120 Nationaldirektoren aus allen Kontinenten teil. In dem dicht gedrängten Programm, so Erzbischof Nappa in seiner Eröffnungsansprache, seien die Teilnehmer der Versammlung aufgefordert wichtige Themen für die Gegenwart und Zukunft der Päpstlichen Missionswerke erörtern, wie die Suche nach neuen Strategien zur Förderung des Fundraising, die Überarbeitung der Statuten und die Verstärkung des Informationsaustauschs zwischen den verschiedenen Nationaldirektionen über zu finanzierende Projekte in allen Teilen der Welt.<br /><br />Fri, 24 May 2024 14:03:34 +0200VATIKAN - Heute beginnt die Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerkehttps://www.fides.org/de/news/75023-VATIKAN_Heute_beginnt_die_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerkehttps://www.fides.org/de/news/75023-VATIKAN_Heute_beginnt_die_Generalversammlung_der_Paepstlichen_MissionswerkeSacrofano - Heute, am 24. Mai, hat die jährliche Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke begonnen, deren Arbeit bis zum 31. Mai andauern wird. An der Versammlung nehmen die Nationaldirektoren der POM aller Kontinente sowie der Präsident, die Generalsekretäre der vier Päpstlichen Missionswerke und die Verantwortliche für die Verwaltung teil. Die Tagung findet im Haus "Fraterna Domus" in Sacrofano bei Rom statt und wird am Freitag, den 24. Mai, nachmittags mit einer Begrüßung und einer Ansprache von Erzbischof Emilio Nappa, stellvertretender Sekretär des Dikasteriums für Evangelisierung und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, eröffnet. Es folgen die Berichte des Finanzrats und der Verwaltungsbeauftragten mit der Verabschiedung des Haushalts 2023 und der Haushaltsvorschau für das laufende Jahr. <br />Morgen, am Samstag, den 25. Mai, werden die Teilnehmer der Versammlung von Papst Franziskus im Vatikan in Audienz empfangen.<br />Im Anschluß wird in der Kapelle der "Domus Sanctae Martae" im Vatikan ein gemeinsamer Gottesdienst unter Vorsitz von Kardinal Tagle, Propräfekt des Dikasteriums für Evangelisierung, für die Sektion Erstevangelisierung und Neue Teilkirchen, stattfinden.<br />Am Sonntag wird die Versammlung mit den kontinentalen Treffen und den ersten beiden "Best Practice"-Beiträgen fortgesetzt, die von Brasilien und Paraguay präsentiert werden. Am Montag sind Südafrika und Nigeria an der Reihe, am Dienstag Uganda und Italien, am Mittwoch Portugal und Pakistan, am Donnerstag Laos, Kambodscha und die Pazifischen Inseln.<br />Am Montag, den 27. Mai, werden Pater Tadeusz Nowak , Generalsekretär des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung, und Schwester Roberta Tremarelli Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks ihre Jahresberichte vorstellen und über die Arbeit des vergangenen Jahres und die Haushaltsvorschau der jeweiligen Werke erläutern.<br />Am Nachmittag wird sich Kardinal Luis Antonio G. Tagle, mit einem Grußwort an die Teilnehmer wenden. Es folgt der Bericht der Verwaltungsbeauftragen, die Genehmigung des Haushaltsplans 2023 und der Haushaltsvorausschau für das laufende Jahr.<br />Am Dienstag, den 28. Dezember, werden am Vormittag Pater Guy Bognon , Generalsekretär des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werks, und Pater Din Anh Nhue Nguyen , Generalsekretär der Päpstlichen Missionsunion und Direktor des Internationalen Zentrums für missionarische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, ihre Jahresberichte vorlegen. Am Dienstagnachmittag wird, Gianni Valente, Direktor des Nachrichtendienstes Fides, zu den Teilnehmern sprechen, worauf ein Austausch über die Identität und den Auftrag der Päpstlichen Missionswerke auf nationaler und diözesaner Ebene folgt. <br />Am Mittwoch und Donnerstag findet eine Plenarsitzung über die Statuten der Päpstlichen Missionswerke mit Gruppenarbeit, Festlegung der nächsten Schritte und Dialog der Nationaldirektoren mit dem Exekutivausschuss statt.<br />Am Freitag, dem 31. Mai, dem letzten Tag der Versammlung, sind die verschiedenen Abschlussveranstaltungen der Versammlung und die Schlussansprache des Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Emilio Nappa, vorgesehen.<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.ppoomm.va/it.html">Päpstliche Missionswerke</a>Fri, 24 May 2024 13:34:23 +0200EUROPA/ITALIEN - “Jeder Priester ist seinem Wesen nach ein Missionar”: Der selige Giuseppe Allamano wird heiliggesprochenhttps://www.fides.org/de/news/75024-EUROPA_ITALIEN_Jeder_Priester_ist_seinem_Wesen_nach_ein_Missionar_Der_selige_Giuseppe_Allamano_wird_heiliggesprochenhttps://www.fides.org/de/news/75024-EUROPA_ITALIEN_Jeder_Priester_ist_seinem_Wesen_nach_ein_Missionar_Der_selige_Giuseppe_Allamano_wird_heiliggesprochenRom - Missionar zu sein "erfordert nichts anderes als eine große Liebe zu Gott und Engagement für das Heil der Seelen", so das Motto des seligen Giuseppe Allamano, der 1901 die Kongregation der Consolata-Missionare und der Consolata-Missionsschwestern gründete und bald heilig gesprochen wird.<br />Laut einem Bericht des Heiligen Stuhls hat Papst Franziskus gestern, am 23. Mai, das Dekret gebilligt, das dem Gründer der Consolata-Missionare das Wunder der Heilung eines indigenen Mannes im Amazonas-Regenwald zuschreibt, der von einem Jaguar angegriffen wurde und dem unter anderem sechs Missionsschwestern und ein Consolata-Missionar beistanden, die den seligen Allamano anriefen und eine Reliquie von ihm an das Bett des Verletzten legten.<br />Der am 21. Januar 1851 in Castelnuovo Don Bosco geborene und am 16. Februar 1926 in Turin gestorbene Priester und Pionier der katholischen Pressearbeit widmete sein Leben den anderen, engagierte sich in verschiedenen sozialen Werken, eröffnete Schulen und Krankenhäuser und sandte die ersten Missionare nach Afrika.<br />"Dies ist ein lang erwarteter Moment für uns alle", sagte Pater James Lengarin, Generaloberer der Consolata-Missionare, der sich derzeit in Bogota, Kolumbien, zur XIII. Regionalkonferenz des Ordens aufhält. Der aus Kenia stammende Pater Lengarin, der vor einem Jahr in dieses Amt gewählt wurde, ist der erste Generalobere afrikanischer Herkunft, der dieses Amt innehat .<br />Die Consolata-Missionare und Missionsschwestern sind derzeit in dreißig Ländern mit 231 Gemeinschaften und über 1.300 Ordensleuten vertreten.<br /> <br />Fri, 24 May 2024 12:52:49 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Stammeskonflikte: Pfarrer Luke und sein Begleiter wurden Opfer von Gewalt zwischen ethnischen Gemeinschaftenhttps://www.fides.org/de/news/75022-AFRIKA_SUeDSUDAN_Stammeskonflikte_Pfarrer_Luke_und_sein_Begleiter_wurden_Opfer_von_Gewalt_zwischen_ethnischen_Gemeinschaftenhttps://www.fides.org/de/news/75022-AFRIKA_SUeDSUDAN_Stammeskonflikte_Pfarrer_Luke_und_sein_Begleiter_wurden_Opfer_von_Gewalt_zwischen_ethnischen_GemeinschaftenJuba - "Das Verschwinden von Pfarrer Luke Yugue und seinem Begleiter muss in den traurigen Kontext der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen den Azande und den Balanda eingeordnet werden, die nach dem schweren Konflikt von 2021 erneut ausgebrochen ist", sagt Schwester Elena Balatti, die als Comboni-Missionarin im Südsudan lebt und arbeitet, gegenüber Fides und bezieht sich dabei auf den jungen Priester, der zusammen mit seinem Begleiter Michael Gbeko am 27. April in Tombura im Bundesstaat West-Äquatoria verschwand.<br />"Die Azande sind die größte ethnische Gruppe im Staat West-Äquatoria, während die Balanda, eine zahlenmäßig bedeutende Gruppe, in derselben Region leben, aber auch im benachbarten Staat West-Bahr el Ghazal vertreten sind", erklärt Schwester Elena. "Nach Jahren der friedlichen Koexistenz kam es 2021 zu politischen Spannungen, unter anderem wegen der Festlegung von territorialen Grenzen zwischen den beiden Stämmen, die zu einem blutigen Konflikt führten, in dessen Verlauf Tausende von Menschen vertrieben wurden. Der Konflikt hatte sich seitdem beruhigt, ist aber noch nicht völlig abgeklungen. Im Februar/März dieses Jahres stellten die Vereinten Nationen ein Wiederaufflammen der Konflikte fest, was leider zur Ermordung einiger Menschen, neuen Vertreibungen und neuen Gewalt führte, die teilweise vom Militär eingedämmt wurde", berichtet die Missionarin.<br />"Das Verschwinden von Pfarrer Luke ist also Teil dieser Dynamik von Hass und Gewalt", sagt Schwester Elena. "Pater Luke, ein ethnischer Azande, verschwand am 27. April in einem überwiegend ethnischen Balanda-Gebiet, in dem er seinen Dienst verrichtete. Von Anfang an wurde angenommen, dass der Priester und sein Fahrer ermordet wurden. Doch der Bischof von Tombura-Yambio, Edward Hiiboro Kussala, hatte die Gläubigen gebeten, unablässig für die Rückkehr der beiden zu beten, und offenbar hat er nun, da der Bischof ein Trauergebet für beide angekündigt hat , wahrscheinlich bestätigt, was einige lokale Medien bereits berichtet hatten, nämlich dass es sich um einen Doppelmord handelte," so die Missionarin. <br />Schwester Elena schließt mit der Bitte, "dafür zu beten, dass dieser interethnische Konflikt, der von den Politikern instrumentalisiert wird , nicht mit dem Ausmaß der Gewalt des Jahres 2021 neu entfacht wird".<br /> Fri, 24 May 2024 11:22:14 +0200ASIEN/BANGLADESCH - Marienverehrung: Die Liebe der Katholiken zum Rosenkranzhttps://www.fides.org/de/news/75021-ASIEN_BANGLADESCH_Marienverehrung_Die_Liebe_der_Katholiken_zum_Rosenkranzhttps://www.fides.org/de/news/75021-ASIEN_BANGLADESCH_Marienverehrung_Die_Liebe_der_Katholiken_zum_RosenkranzDhaka - Vincent Costa war plötzlich krank geworden. Aufgrund der Folgen eines Herzinfarkts konnte er nicht mehr richtig gehen. Der 55-jährige Mann sagt gegenüber Fides: "Ich war schockiert und traurig. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wandte mich an die Jungfrau Maria. Ich habe jeden Tag den Rosenkranz gebetet. Allmählich begann ich wieder richtig zu laufen. Seitdem habe ich immer einen Rosenkranz in meiner Tasche und bete ihn regelmäßig". Der Universitätsstudent Sharbon Rozario, 21, erzählt, dass sein Vater aufgrund einer Krankheit seinen Job verloren hatte: "Bei einem Seminar der Heilig-Kreuz-Gemeinde hörte ich von der Kraft des Rosenkranzgebetes. Ich fing an, ihn jeden Tag zu beten, im Glauben. Ich betete zu Maria, und sie half uns: Mein Vater wurde gesund und fand eine neue Stelle in einem Restaurant in Dhaka". Juliat Gomes, eine 45-jährige Frau, erzählt, dass ihre Tochter in den Schulprüfungen keine guten Noten erzielen konnte. "Ich wandte mich mit dem Rosenkranzgebet an unsere himmlische Mutter und bat sie, ihr zu helfen: jetzt hat meine Tochter ihren Sekundarschulabschluss gemacht".<br />Wie sie wenden sich Tausende von Katholiken in Bangladesch gläubig an die Jungfrau Maria, erflehen Gnaden und beten den Rosenkranz. Viele der Gläubigen sagen, dass der Rosenkranz "ein fester Bestandteil des täglichen Lebens" ist.<br />"Das Beten des Rosenkranzes trägt zum Frieden in den Familien bei. Da der Mai der Marienmonat ist, ist dies eine besonders günstige Zeit, um im Glauben zu beten und das Rosenkranzgebet zu verbreiten", sagt Pater Ruben Manuel Gomes, Pastoraldirektor der Kongregation vom Heiligen Kreuz in Bangladesch.<br />Der Heilig-Kreuz-Priester erinnert daran, dass die katholische Kirche seit Jahrhunderten den gesamten Monat Mai für die Verehrung Marias, der Mutter Gottes, nutzt. In Bangladesch bringen die Katholiken Maria tiefen Respekt, Verehrung und Dankbarkeit entgegen und nehmen besonders im Monat Mai an gemeinsamen Rosenkranzgebeten, Vigilien und Marienfeiern teil. "In den Dörfern kommen die Familien jeden Abend zusammen, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Diese Verehrung wird im Monat Mai noch intensiver", erklärt er.<br />In einigen Gegenden finden auch Treffen statt, bei denen die Gläubigen in Prozession durch die Straßen ziehen, Marienlieder singen und Marienstatuen tragen. Bei nächtlichen Gebetswachen, wie die in der Pfarrei Padrishibpur in der Diözese Barishal, kommen die Gläubigen zum Beten des Rosenkranzes von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen zusammen. In anderen Gegenden halten die Gläubigen eine neuntägige Novene zu Ehren der Gottesmutter ab und bitten um ihre Fürsprache. Im Mai werden in Kirchen in ganz Bangladesch besondere Gebete und Messen zu Ehren der Jungfrau Maria gefeiert, fügt Pater Gomes hinzu.<br />Die Ordensleute organisieren spezielle Seminare, Treffen und Konferenzen zur Förderung der Marienverehrung, an denen Menschen aller Altersgruppen teilnehmen und sich um ein tieferes Verständnis von der Bedeutung der Marienverehrung und der christlichen Spiritualität bemühen. Diese Bewusstseinsbildung stellt sicher, dass die Verehrung der Gottesmutter Menschen aus allen Schichten erreicht und den Glauben der Gläubigen in ganz Bangladesch bereichert.<br /> „Jedes Jahr", so der Priester, "werden 200.000 Rosenkränze und 300.000 Marienbilder an die Gläubigen verteilt“. Er fügt hinzu, dass es auch Wettbewerbe für marianische Kunst gibt, um die Figur Marias im christlichen Glauben kreativ darzustellen. <br />"Zu den Bitten, die die Gläubigen am häufigsten an die Gottesmutter richten, gehören: Gebet um Frieden, Heilung, Fürbitte für die verstorbenen Seelen ihrer Lieben. All diese Praktiken spiegeln die tiefe Verehrung und Liebe zur Jungfrau Maria innerhalb der katholischen Gemeinschaft in Bangladesch wider", sagt Pater Gomes. Und in einer Zeit, in der sich die neuen Technologien immer weiter verbreiten, "übertragen wir den Rosenkranz oft live im Internet, um die Teilnahme so weit wie möglich auszudehnen", sagt er abschließend.<br /> Fri, 24 May 2024 10:30:46 +0200ASIEN/INDONESIEN - "Aksi Kamisan": Junge Indonesier fordern Vergangenheitsbewältigung und Gerechtigkeithttps://www.fides.org/de/news/75019-ASIEN_INDONESIEN_Aksi_Kamisan_Junge_Indonesier_fordern_Vergangenheitsbewaeltigung_und_Gerechtigkeithttps://www.fides.org/de/news/75019-ASIEN_INDONESIEN_Aksi_Kamisan_Junge_Indonesier_fordern_Vergangenheitsbewaeltigung_und_GerechtigkeitJakarta - Die Vergangenheitsbewältigung und die Suche nach Gerechtigkeit im Hinblick auf die Ereignisse der Vergangenheit sind Themen, die vor allem von jungen Indonesiern angesprochen werden, könnten aber auch den neugewählten Präsidenten Prabowo Subianto vor neue Herausforderungen stellen. Was gemeinhin als "Aksi Kamisan" bezeichnet wird, sind öffentliche Kundgebungen, die seit mindestens 26 Jahren stattfinden: eine friedliche Demonstration, um Gerechtigkeit und Aufklärung über die massive Gewalt zu fordern, die Jakarta während der "nationalen Tragödie" von 1998 erschütterte, als Dutzende chinesischer Frauen von einem wütenden Mob mit Gewalt gegen Menschen und Eigentum angegriffen wurden.<br />Einer unabhängigen Untersuchung zufolge verloren mindestens 1.000 Indonesier infolge der exzessiven Gewalt ihr Leben, und Tausende von Immobilien wurden zerstört und geplündert. Die Tage des 14. und 15. Mai 1998 sind allen Indonesiern als die Tage eines gewalttätigen Aufstands in Erinnerung, der sich gegen eine ethnische Minderheit im Lande richtete: die indonesischen Chinesen. Tage zuvor waren mehrere Universitätsstudenten verschleppt worden, weil sie das autoritäre Regime des damaligen Präsidenten Muhammad Suharto scharf kritisiert hatten.<br />Während die Hauptstadt von Gewalt erschüttert wurde, stürmten Studenten das Parlament und kletterten auf die Dächer des Gebäudes, um den Rücktritt von Suharto zu fordern, der seit 32 Jahren an der Macht war, und forderten "Reformasi" . Am 21. Mai 1998 geschah das Unerwartete: Präsident Suharto kündigte öffentlich seinen Rücktritt an und gab als einen der Gründe an, weiteres Blutvergießen und Zusammenstöße zwischen verschiedenen Gruppen zu vermeiden.<br />Monate später wurde General Prabowo Subianto von seinem Militärposten entlassen: Suhartos Schwiegersohn und der mächtigste General in der Armee, Prabowo Subianto, wurde damals gezwungen, das strategische Kommando der Armee zu verlassen. Am 20. Oktober 2024 wird nun ausgerechnet der ehemalige General Prabowo Subianto als achter Präsident Indonesiens ins Amt eingeführt.<br />Auch der Jesuitenpater Prof. Magnis-Suseno, Ordensmann, Volksmissionar und Intellektueller, engagiert sich dafür, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und dass man sich um Gerechtigkeit und Aufklärung über die Unruhen vom Mai 1998 bemüht. Bei den Aksi Kamisan-Demonstrationen im Zentrum Jakartas, vor dem Staatspalast, hielt der Jesuit einen Vortrag, in dem er betonte, dass jeder gewaltsame Aufstand untersucht werden müsse, um die Verantwortlichkeit zu klären. <br />"Aber bis heute ist kein einziger Täter der schlimmsten Tragödie unseres Landes vor Gericht gestellt worden", beklagt Yakobus Mayong Padang, der sich in einem der zivilgesellschaftlichen Verbände engagiert. Die Präsidenten der Nach-Suharto-Ära hätten wenig getan, um gegen diese schweren Menschenrechtsverletzungen vorzugehen, was zu einer Kultur der Straflosigkeit und Gewalt geführt habe.<br />Die in der Ära nach Suharto entstandene Demokratie hat dazu beigetragen, die ethnische und religiöse Gewalt einzudämmen, aber "die bürgerlichen Freiheiten, die Pressefreiheit, die Rechte der Frauen, die Rechte der Kinder, die Religionsfreiheit und die Rechte der Minderheiten müssen weiterhin geschützt werden", erinnerten die Anwesenden. Unter jungen Indonesiern, vor allem in den sozialen Medien, ist unterdessen eine Reihe von Initiativen entstanden, wie etwa der Hashtag #ReformasiDikorupsi . Im Jahr 2019 protestierten Hunderttausende von Studenten, als das Parlament versuchte, ein neues Strafgesetzbuch zu verabschieden, mit dem die Befugnisse der Anti-Korruptionsbehörde eingeschränkt werden sollten. Junge Menschen stehen nach wie vor an der Spitze von Initiativen wie "Aksi Kamisan".<br /> <br />Thu, 23 May 2024 13:51:22 +0200AFRIKA/SÜDSUDAN - Diözese Tombura-Yambio: Trauergebet für den vor einem Monat entführten Priester und seinen Fahrerhttps://www.fides.org/de/news/75018-AFRIKA_SUeDSUDAN_Dioezese_Tombura_Yambio_Trauergebet_fuer_den_vor_einem_Monat_entfuehrten_Priester_und_seinen_Fahrerhttps://www.fides.org/de/news/75018-AFRIKA_SUeDSUDAN_Dioezese_Tombura_Yambio_Trauergebet_fuer_den_vor_einem_Monat_entfuehrten_Priester_und_seinen_FahrerJuba - In der - wenn auch schwachen - Hoffnung, den am 27. April verschwundenen Priester und seinen Fahrer lebend zu finden, kündigte der Bischof von Tombura-Yambio, Edward Hiiboro Kussala, Trauergebete für die beiden Männer an.<br />"Mit tiefer Traurigkeit und schwerem Herzen informieren wir Sie über die offiziellen Trauergebete für unseren Priester und Mitbruder Pfarrer Luke Yugue und seinen Fahrer Michael Gbeko, die am 27. April auf der Fahrt von Nagero nach Tambura verschwunden sind. Die Beerdigungsgebete beginnen am Donnerstag, den 23. Mai, und enden mit dem Requiem am Samstagmorgen, den 25. Mai", sagte Bischof Kussala, fügte aber hinzu, dass man immer noch auf der Suche nach Antworten über ihren Verbleib sei.<br />Pfarrer Luke und Michael Gbeko werden seit dem 27. April vermisst, dem Tag, an dem sie den Bezirk Nagero im Südsudan mit dem Motorrad in Richtung Tombura im Bundesstaat Western Equatoria verließen. Zuletzt hatten sie um 13.00 Uhr Ortszeit mit dem Katecheten Ngbandua aus Maringindo telefoniert; sie erreichten ihr Ziel nicht und konnten auch telefonisch nicht ausfindig gemacht werden.<br />Der Priester wurde Berichten zufolge zusammen mit seinem Begleiter entführt, nachdem es in der Gegend zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppierungen gekommen war.<br />Bischof Kussala hatte mehrfach dazu aufgerufen, den Priester und seinen Begleiter zu suchen. „Ich bitte Sie, geben Sie mir Informationen über meinen Priester; ich brauche meinen Priester; geben Sie ihn mir zurück, bitte", hatte er in diesem Zusammenhang die südsudanesischen Behörden aufgefordert. <br />Der Bischof von Tombura-Yambio beschreibt Pfarrer Yugue als einen jungen, bei den Gläubigen beliebten Priester, der sein Leben dem Dienst an gefährdeten Gemeinschaften und Vertriebenen widmete, die von dem anhaltenden Konflikt in den Bezirken Nagero und Tombura betroffen waren.<br />Die jüngsten Zusammenstöße zwischen den Gemeinschaften in Tambura forderten Dutzende von Menschenleben, darunter auch mehrere Entführte, und verstärkten die Instabilität in der Region, so dass Tausende gezwungen waren, in UN-Flüchtlingscamps Zuflucht zu suchen<br />Die Mission der Vereinten Nationen im Südsudan erklärte, sie habe 76 zusätzliche Blauhelme entsandt, um ihre Friedenstruppen zu verstärken, vertriebene Familien zu schützen und die Patrouillen in der Region zu erhöhen.<br />Nach Angaben der UNMISS suchten mehr als 13.000 Menschen Zuflucht in einem Flüchtlingslager außerhalb eines vorübergehenden UN-Stützpunkts, 4.000 kamen suchten in einem anderen Camp in der Stadt Tambura Schutz.<br /> <br />Thu, 23 May 2024 12:16:16 +0200AFRIKA/NIGER - Angriff auf Flüchtlingscamp in Boni: Genaue Zahl der Todesopfer ist noch nicht bekannthttps://www.fides.org/de/news/75016-AFRIKA_NIGER_Angriff_auf_Fluechtlingscamp_in_Boni_Genaue_Zahl_der_Todesopfer_ist_noch_nicht_bekannthttps://www.fides.org/de/news/75016-AFRIKA_NIGER_Angriff_auf_Fluechtlingscamp_in_Boni_Genaue_Zahl_der_Todesopfer_ist_noch_nicht_bekanntMakalondi - Bei den jüngsten Angriffen auf das Militär und die Flüchtlinge im Flüchtlingscamp in Boni gab es Tote und Verletzte.<br />"Der erste tragische Zusammenstoß fand am Montag, den 20. Mai nachmittags statt", schreibt Pater Pier Luigi Maccalli, ein Priester der Gesellschaft für Afrikamissionen , der als Missionar in diesen Gebieten lebt und im September 2018 Opfer einer Entführung in dieser Region der Sahelzone wurde gegenüber Fides. <br />"Wie ich erfahren habe, befinden sich unter den getöteten und verletzten Menschen auch viele meiner nigrischen Brüder waren, darunter der Katechet der christlichen Gemeinde im Dorf Nguula, 35 km von Bomoanga entfernt, Vater eines Diakons, der in wenigen Monaten zum Priester geweiht wird", berichtet der Missionar.<br />Lokalen Angaben zufolge ist die genaue Zahl der Todesopfer noch nicht bekannt, scheint aber sehr hoch zu sein. Das Gebiet wird von den regionalen islamistischen Terrorgruppen JNIM-AQMI bedroht. Ersten Berichten zufolge gelang es zunächst mindestens zwei Fahrzeugen der nigrischen Sicherheitskräfte , dem Angriff zu entkommen; eines fuhr jedoch auf eine Mine, bevor es Makalondi erreichte, und das zweite schaffte es, sein Ziel zu erreichen. Am frühen Montagnachmittag hatte das örtliche Militär große Menschenansammlungen in der Nähe von Tangunga gemeldet, doch ihr Appell blieb unbeachtet. Das Flüchtlingscamp in Boni wurde mehrere Stunden lang belagert, ohne Verstärkung aus der Luft und vom Boden aus, aber man kämpfte tapfer . Es handelte sich um groß angelegte Zusammenstöße mit Hunderten von Motorrädern und Dutzenden von Fahrzeugen und mit vielen Opfern unter den Zivilisten, die aus dem Flüchtlingslager flohen.<br />"Die wachsende Unsicherheit und die ständigen Bedrohungen in dem Gebiet an der Grenze zwischen Niger und Burkina Faso sind vermutlich auf die Lage des Gebietes zurückzuführen, das vor allem wegen des Goldabbaus verlockend ist", so Pater Maccalli abschließend.<br /> <br />Thu, 23 May 2024 11:48:11 +0200