100. WELTMISSIONSSONNTAG - „In der Mission vereint“ inmitten einer überwiegend muslimischen Bevölkerung

Sonntag, 18 Oktober 2026



Ghinnir (Fides) – Anlässlich des 100. Weltmissionssonntags haben die Missionare der Gemeinschaft von Villaregia, die in einer neuen Mission in Ghinnir (siehe Fides 29.09.2026) im Ost-Bale der Apostolischen Präfektur Robe tätig sind, eine Reflexion über die Botschaft von Papst Leo XIV. „Eins in Christus, vereint in der Mission“ geteilt. Sie gehen dabei von ihrer konkreten Erfahrung aus und das ist der Umzug von Robe nach Ghinnir im Ost-Bale, einer neuen Herausforderung für ihre missionarische Präsenz in Äthiopien.

„Die Worte des Papstes fordern uns in zweierlei Hinsicht heraus: zur Einheit unter den Gläubigen und zur Notwendigkeit, Jesus Christus ausdrücklich zu verkünden. Doch wie sollen wir diese Mission leben, wenn eine direkte Verkündigung nicht möglich ist oder vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist? Wenn wir das Apostolische Schreiben "Evangelii Nuntiandi" von Papst Paul VI. und die Verlautbarung "Dialog und Verkündigung" – vom 19. Mai 1991 vom Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog und von der Kongregation für die Evangelisierung der Völker veröffentlicht wurde – erneut lesen, entdecken wir, dass die Mission auch über das Zuhören, die Begegnung, die Zusammenarbeit und den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen funktioniert. Gemeinsam auf dem Teppich Tee trinken, die Gemeinschaften kennenlernen, gemeinsam für die Würde der Menschen und das Gemeinwohl arbeiten: einfache Gesten, die die Verkündigung des Evangeliums nicht ersetzen, aber den Raum schaffen können, damit das christliche Zeugnis glaubwürdig wird. Der Dialog ist nicht das Gegenteil der Verkündigung. Er ist der Weg, auf dem die Verkündigung zur Begegnung werden kann.“

(AP) (Fides, 18/10/2026)


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