AFRIKA/NIGERIA - Nach Angriffen auf muslimische Gemeinden: Bischof von Kontagora fordert Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen für Kultstätten

Montag, 31 August 2026

Abuja (Fides) – „Moscheen müssen vor dschihadistischen Angriffen geschützt werden“, dies fordert Bischof Bulus Yohanna von Kontagora und Präsident der Christian Association of Nigeria (CAN) im Bundesstaat Niger, einem der 36 Bundesstaaten Nigerias im mittleren Norden des Landes.
„Für uns ist ein Angriff auf ein Gotteshaus, unabhängig von der Religion, ein Angriff auf die Heiligkeit dieser Stätten und eine Bedrohung für die gesamte Gemeinschaft“, sagte Bischof Yohanna in seiner Predigt während des Sonntagsgottesdienstes, am gestrigen 30. August, in der katholischen Kathedrale St. Michael in Kontagora.
Mit Blick auf die jüngsten Angriffe auf muslimische Gemeinden vor Ort (vgl. Fides 28/08/2026) betonte Bischof Yohanna die Dringlichkeit des Schutzes der Moscheen vor dschihadistischen Angriffen. Yohanna betonte: „Das gesamte Emirat Borgu, zu dem auch die lokalen Regierungsbezirke Agwara und Borgu gehören, benötigt eine starke und ständige Präsenz von Sicherheitskräften, damit die Bewohner ländlicher Gemeinden ohne Angst vor Entführungen leben können.“
Dem Appell des Bischofs von Kontagora war am vergangenen 21. August ein koordinierter Angriff auf fünf Gemeinden im Verwaltungsbezirk Borgu vorausgegangen. Bewaffnete Männer stürmten während des Freitagsgebets Moscheen und entführten Hunderte von Gläubigen. Betroffen sind die Gemeinden Dekara, Kpenya, Sabon Gida, Maciyan Gyada und Gidan Zana.
Die Christian Association of Nigeria (CAN), deren Landesverband Niger von Bischof Yohanna geleitet wird, ist der Dachverband der christlichen Konfessionen in Nigeria. Die katholische Kirche ist durch die Nigerianische Bischofskonferenz vertreten.
Bereits in der vergangenen Woche verurteilten die nigerianischen Bischöfe die wahllosen Angriffe auf die Bevölkerung des Landes, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit, aufs Schärfste und forderten die Behörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Bevölkerung zu schützen (vgl. Fides, 28/08/2026).
(L.M.) (Fides 31/8/2026)


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