AMERIKA/VENEZUELA - Nach dem zweifachen Erdbeben steigt die Zahl der Betroffenen: Internationale Gemeinschaft äußert Verbundenheit und bringt Hilfen auf den Weg

Freitag, 26 Juni 2026

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Caracas (Fides) – Die vorläufigen Opferzahlen des schweren Erdbebens der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala, das am 24. Juni um 18:04 Uhr Ortszeit Zentralvenezuela und die Hauptstadt Caracas erschütterte, belaufen sich auf fast 50.000 Vermisste, 235 Tote und über 4.300 Verletzte. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, Hunderte davon insbesondere in La Guaira, dem am stärksten betroffenen Gebiet, und in Caracas. Kritische Infrastruktur wurde beschädigt: Der Flughafen Maiquetía, die U-Bahn, Züge und Schulen wurden geschlossen. Krankenhäuser, Einkaufszentren und Kirchen wurden beschädigt. Weltweit begannen umgehend Solidaritätsaktionen.
Wie die internationale Nachrichtenagentur der Salesianer Don Boscos (ANS) berichtet, ist die Kommunikation mit den Gebieten in der Nähe des Epizentrums weitgehend unterbrochen, was einen direkten Kontakt extrem erschwert. „In vielen Gebieten ist die Stromversorgung weiterhin unterbrochen oder instabil, während Rettungsteams unter schwierigen Bedingungen arbeiten, um die Betroffenen zu erreichen und das Ausmaß der Schäden zu erfassen“, heißt es. Venezuela ist aufgrund seiner Lage zwischen der südamerikanischen und der karibischen tektonischen Platte ein seismisch aktives Land mit aktiven Verwerfungen.
„Laut dem jüngsten Bericht des Planungs- und Entwicklungsbüros (PDO) der Inspektion „San Luca“ in Venezuela, mit Sitz in Caracas, wurden mehrere Einrichtungen der Salesianer beschädigt“, heißt es in der Verlautbarung. „Am stärksten betroffen sind die Schule und Kirche „Don Bosco“ in Sarria, die schwere strukturelle Schäden erlitten haben. Weitere, wenn auch weniger schwere Schäden wurden aus Altamira, La Dolorida, Mariches und dem Gymnasium „San José“ gemeldet. Trotz der Ernsthaftigkeit der Lage deuten die bisherigen Informationen darauf hin, dass alle kontaktierten Salesianer Don Boscos in Sicherheit sind und es keine Todesopfer gab. In Caracas und La Guaira wurden umfangreiche strukturelle Schäden gemeldet, einige Gebäude sind vollständig eingestürzt.“
Darüber hinaus hat der neu eingesetzte Inspektor des Ordens in Venezuela, Pater Jorge Elías Ghazal Mora, einen Spendenaufruf für die Nothilfe und die Unterstützung erster Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen auf den Weg gebracht. „In dieser schweren Prüfung seid ihr nicht allein“, bekäftigt Pater Fabio Attard, Generaloberer der Salesianer Don Boscos. „Wir sind im Gebet und in konkreter Solidarität mit allen verbunden und bitten den Herrn, die Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen zu unterstützen.“
Unter den zahlreichen Solidaritätsbekundungen für die betroffene Bevölkerung äußerten die Bischöfe der Kubanischen Bischofskonferenz (COCC) „Besorgnis und Bestürzung“. „Wir beten für Sie und mit Ihrem Volk, dass Sie sich mit der Solidarität und dem Engagement aller schnell von dieser Katastrophe erholen“, erklärten die kubanischen Bischöfe in einem Brief an den Vorsitzenden der Venezolanischen Bischofskonferenz (CEV), Jesús González de Zárate, den Erzbischof von Caracas, Raúl Biord Castillo, und den Generalsekretär der Bischofskonferenz, José Antonio da Conceição Ferreira.
Der Erzbischof von Santiago de Chile, Kardinal Fernando Chomalì, der sich derzeit anlässlich des von Papst Leo XIV. einberufenen Konsistoriums in Rom aufhält, gab bekannt, dass er am Samstag, dem 4. Juli, in der Kathedrale von Santiago eine Messe „für das venezolanische Volk und für die Opfer des Erdbebens“ feiern wird. „Die Messe schenkt uns neue Hoffnung, ruft uns zum Dienst auf und erinnert uns daran, dass wir Brüder und Schwestern in Christus sind“, so der Prälat.
(AP) (Fides 26/6/2026)


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