ASIEN/MYANMAR - “Radio Veritas Asia”: Stimme der Hoffnung im Bürgerkrieg

Mittwoch, 20 Mai 2026

RVA Karen

Banmaw (Fides) – In entlegenen Gebieten, unter Flüchtlingen, die aufgrund des Konflikts aus Städten und Dörfern geflohen sind, in Gemeinschaften, die von den Wunden des Bürgerkriegs und der Unsicherheit gezeichnet sind, spendet eine Stimme weiterhin Hoffnung und stärkt den Glauben: die Stimme von „Radio Veritas Asia“ (RVA). Der Sender sendet in verschiedenen lokalen Sprachen Myanmars und ist ein wichtiger Bezugspunkt für Gläubige unterschiedlicher Diözesen und ethnischer Gruppen. Katholische Gemeinden in Myanmar, feierten am Sonntag, den 17. Mai, den „Radio Veritas Tag“ und würdigten die die Bedeutung von RVA für die Verbreitung des Evangeliums über Radio und digitale Medien.
Im äußersten Norden Myanmars, im Kachin-Staat, versammelten sich über 500 Katholiken in einem Lager für Binnenvertriebene in der Diözese Banmaw, um den RVA-Tag in Kachin zu begehen. Der Bischof von Banmaw, Raymond Sumlut Gam, betonte die Hauptaufgabe von Radio Veritas Asia sei es „das Evangelium zu verkünden.“ Unter Bezugnahme auf die Stelle aus dem Matthäusevangelium (10,27): Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!“ erklärte der Bischof, dass „genau dies die Aufgabe von RVA ist“, und lud die Gläubigen zur Teilnahme an dieser Mission ein. „RVA ist ein Kommunikationsmittel, das die Wahrheit verbreitet. Wir beteiligen uns, wir spenden und wir beten für die Menschen, die dort arbeiten“, so der Bischof, der an die Geschichte von RVA Kachin erinnerte, die 1982 begann und weiterhin „vielen Gläubigen in ihren Prüfungen spirituelle Ermutigung schenkt“´.
Ebenfalls im Staat Kachin versammelten sich 250 Gläubige, Katecheten und Hörer von „Radio Veritas“ in Rawang, um den achten Jahrestag des Programms zu feiern, das die Frohe Botschaft in ihrer Sprache verkündet. In der St.-Josephs-Kirche der Diözese Myitkyina zeigte sich Pfarrer Mark Kyi Moe sehr erfreut und stolz darüber, dass RVA in Rawang ein wertvolles Instrument zur Verbreitung des Evangeliums unter den Rawang-Stämmen sei und Inhalte wie religiöse Nachrichten, allgemeine kulturelle Informationen und Gebete ausstrahle.
Weiter südlich, in der Diözese Pathein, feierte die ethnische Gemeinschaft der Karen, die einen RVA-Sender in ihrer Sprache betreibt, am 17. Mai den RVA-Tag. Im Rahmen einer Eucharistiefeier bemerkte Bischof Henry Eikhlein von Pathein: „Der RVA-Tag bietet die Gelegenheit, den Dienst der Verkündigung des Evangeliums zu würdigen.“ „Dieses Zeugnis“, fuhr er fort, „entspringt dem Glauben an den auferstandenen Christus, wie ihn der heilige Paulus, der heilige Petrus und andere Heilige lehrten, die mutig in der ganzen Welt Zeugnis für ihn ablegten.“ Diese Apostel, so fuhr er fort, seien ein Vorbild für die Gläubigen Burmas, die inmitten von Not und in einem Kontext der Unsicherheit und des Leidens leben, wo „die von RVA verbreiteten Worte der Hoffnung dazu beitragen, unseren Glauben Tag für Tag zu stärken und zu vertiefen“.
„Es ist wichtig“, schloss er, „dass das Volk der Karen weiterhin durch seine Muttersprache Zeugnis von seinem Glauben ablegt.“ Er wies darauf hin, dass der Karen-Sender von Radio Veritas bereits 1982 gegründet wurde und seither dank des Engagements von Priestern und Ordensschwestern, die sich täglich diesem Apostolat widmen und die Botschaften des Papstes sowie Programme zur Kirchengeschichte in Karen ausstrahlen, ein wichtiger Bezugspunkt für die lokale Gemeinschaft ist.
Die allgemeinen Sendungen von „Radio Veritas Asia“ mit Hauptsitz in Manila begannen 1969 auf Initiative der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC). Der Sprachdienst für Myanmar startete 1978 mit burmesischen Sendungen, gefolgt von Sendungen in weiteren Sprachen des Landes, die sich an die Gläubigen ethnischer Minderheiten richten.
(PA) (Fides 20/5/2026)


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