AFRIKA/NIGERIA - Besorgnis um entführte Lehrkräfte und Schulkinder im Bundesstaat Oyo

Mittwoch, 20 Mai 2026

Abuja (Fides) – „Lasst uns für die Freilassung der in den Schulen von Ogbomoso entführten Geiseln beten“, appellierte Bischof Emmanuel Adetoyese Badejo von Oyo im gleichnamigen Bundesstaat im Südwesten Nigerias, an der Grenze zu Benin, an die Gläubigen.

„Angesichts der jüngsten Entführung von Lehrkräften und Schülern in den Schulen von Ogbomoso bitte eindringlich ich darum, in jeder Heiligen Messe und in jeder Fürbittandacht, einschließlich der Novene zum Heiligen Geist, für die Freilassung der Geiseln zu beten“, so Bischof Badejo. „Ich bitte außerdem um das Gebet für unsere Regierung, dass Gott unseren Verantwortlichen die Weisheit, den Weitblick und den Mut schenke, die nötig sind, um schnell und entschlossen zum Schutz unseres Volkes zu handeln“, so der Bischof abschließend.

Am 15. Mai griff ein Kommando bewaffneter Männer auf Motorrädern mehrere Schulen in der Gegend von Ahoro-Esinele im Distrikt Oriire nahe Ogbomoso an. Zu den betroffenen Schulen gehörten die „Baptist Nursery and Primary School“ in Yawota, die „Community Grammar School“ in Esiele und die „LA Primary School“ in Ogbomoso.

Laut nigerianischer Polizei wurden bei dem Angriff zwei Menschen getötet und mindestens 45 Schüler und Schülerinnen, ein Schulleiter und sieben Lehrkräfte entführt. Am Sonntag, dem 17. Mai, tauchten in den sozialen Medien Videos auf, in denen der Schulleiter und ein Lehrer die Bundes- und Landesregierungen eindringlich baten, sich für ihre Freilassung einzusetzen. Dem Gouverneur des Bundesstaates Oyo zufolge wurde ein Mathematiklehrer in der Gefangenschaft der Entführer getötet. Der Gouverneur bestätigte außerdem, dass die Strafverfolgungsbehörden in den betroffenen Gemeinden sechs Personen wegen mutmaßlicher Mittäterschaft mit den Entführern sowie drei weitere Personen, die als „Personen von Interesse“ gelten, festgenommen haben.

Laut dem Gouverneur hat der zunehmende Druck auf islamistische Gruppen im Nordosten Nigerias diese dazu veranlasst, in andere Regionen, darunter den Südwesten, auszuweichen. Auch im benachbarten Benin nimmt der Druck durch islamistische Gruppen nigerianischer Herkunft zu, sodass Einheiten der nigerianischen Armee dorthin entsandt wurden, um die lokalen Sicherheitskräfte bei der Eindämmung der Bedrohung zu unterstützen.

Am 19. Mai protestierten Lehrkräfte in Ogbomoso, legten den Schulbetrieb lahm und forderten dringende Maßnahmen zur Gewährleistung größerer Sicherheit an den Schulen.
(L.M.) (Fides 20/5/2026)


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