AFRIKA/MOSAMBIK - Naturkatastrophen und Kürzung der Entwicklungshilfe: Mangelernährung bei Kindern nimmt zu

Donnerstag, 7 Mai 2026

MP

Maputo (Fides) – Mosambik leidet nicht nur unter Gewalt, Unsicherheit, kriminellen Übergriffen und politischer Instabilität, sondern auch unter einer Ernährungskrise „enormen Ausmaßes“. Wie eine aktuelle Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) belegt, werden in diesem Jahr schätzungsweise 100.000 Kinder unter fünf Jahren wegen schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden müssen. In Cabo Delgado und anderen Gebieten ist unterdessen die Lage der Binnenvertriebenen kritisch. „Mosambik befindet sich in einer Ernährungskrise enormen Ausmaßes und weist eine der höchsten Mangelernährungsraten in einem afrikanischen Land südlich der Sahara auf. Akute Mangelernährung ist weiterhin ein gravierendes Problem und betrifft 4 % der Kinder, darunter auch schwere Fälle, die unmittelbar lebensbedrohlich sind“, so das UN-Hilfswerk.
Verschärft wird die Notlage durch Kürzungen der Entwicklungshilfe, die die Versorgung der am stärksten Betroffenen mit Nahrungsergänzungsmitteln, Medikamenten und der notwendigen Logistik für lebensnotwendige Ernährungs- und Gesundheitsprogramme unmittelbar beeinträchtigen. „Mosambik gehört zu den 22 Prioritätsländern für die Versorgung mit gebrauchsfertigen therapeutischen Lebensmitteln (RUTF) und weist derzeit ein Defizit von 18 % bei den benötigten finanziellen Mitteln auf, um den gesamten erwarteten Bedarf zu decken“, heißt es in dem Dokument, das Fides vorliegt. Darüber hinaus schlug das UN-Hilfswerk bereits am 17. April Alarm wegen der vielfältigen Schwierigkeiten bei der Unterstützung von einer Million Flutopfern in Mosambik (vgl. Fides, 21/01/2026), von denen die Hälfte Kinder sind und dringend auf Wasser, sanitäre Einrichtungen, Gesundheitsversorgung, Ernährung, Bildung, Kinderschutz und finanzielle Hilfe angewiesen sind.
(AP) (Fides 7/5/2026)


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