ASIEN/INDIEN - Bischof von Buxar nach Überschwemmungen: “Die Lage verbessert sich, wir verorgen Bedürftige mit dem Nötigsten”

Dienstag, 19 August 2025

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Neu-Delhi (Fides) – „Ich bin den Menschen in Pakistan, Indien und Nepal nahe, die von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurden. Ich bete für die Opfer und ihre Familien und für alle, die unter dieser Katastrophe leiden.“
„Ich bin den Menschen in Pakistan, in Indien und in Nepal, die von schweren Überschwemmungen betroffen sind, in Gedanken verbunden. Ich bete für die Opfer und ihre Angehörigen sowie für alle, die unter dieser Naturkatastrophe leiden“. Diese Worte, die Papst Leo XIV. im Anschluss an das Angelusgebet am vergangenen Sonntag sprach, waren für die indischen Katholiken wie Balsam für die Seele. Die Naturkatastrophe hat in den letzten Tagen ganze Dörfer und Städte verwüstet. Das Wasser zieht sich langsam zurück, aber die Notlage ist noch nicht vorbei. Mit dem Rückgang des Wassers hat die Schadensbilanz begonnen: zerstörte Häuser, überflutete Felder, unpassierbare Straßen...

Bischof James Sekar von Buxar, einer Diözese im Bundesstaat Bihar im Nordosten Indiens, beschreibt die Situation. „Die Lage hat sich jetzt verbessert”, berichtet gegenüber Fides, ohne die Schwierigkeiten der letzten Stunden zu verschweigen. Die Büros der katholischen Diözese Buxar „haben sofort Kontakt zu den Bedürftigen aufgenommen”.

Insbesondere „versorgt das Büro für Soziales der Diözese die Obdachlosen mit lebensnotwendigen Gütern, darunter Lebensmittel, Hygieneartikel und alles, was sie in den ersten Tagen nach der Flut benötigen“. Unterstützt werden sie auch durch Gebete, wie beispielsweise das des Papstes: „Wir sind dem Heiligen Vater sehr dankbar für seine Gebete, seinen Segen und seine Unterstützung”, fügte Bischof Sekar hinzu.

Die Diözese Buxar gehörte zu den am stärksten betroffenen: Sie erstreckt sich über 11.000 Quadratkilometer und zählt etwa 26.000 Katholiken, deren Seelsorge 17 über das gesamte Gebiet verstreuten Pfarreien anvertraut ist. Dieses Gebiet war nicht das einzige, das von der Überschwemmung betroffen war. In Indien haben die Überschwemmungen in Kaschmir über 60 Menschenleben gefordert, weitere 80 Menschen werden noch vermisst. Die Bilanz ist jedoch nur vorläufig: Nach Angaben der Behörden wurden viele der Vermissten vom Wasser mitgerissen. In einigen Gebieten konnten die Rettungskräfte rechtzeitig eingreifen und etwa 300 Menschen in Sicherheit bringen.

Anders sieht es in Pakistan aus, wo die Zahlen, die ebenfalls vorläufig sind, von einer noch heftigeren Naturgewalt zeugen: Die Überschwemmungen haben mindestens 164 Todesopfer gefordert. Allein im Siran-Tal im bergigen Distrikt Mansehra, der von Erdrutschen betroffen ist, wurden über 1300 Menschen (die überwiegende Mehrheit davon Touristen) evakuiert. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde sind seit dem 26. Juni mehr als 477 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, bei Unfällen ums Leben gekommen, die durch den Regen in ganz Pakistan verursacht wurden.

Solche sintflutartigen Regenfälle treten in den Himalaya-Regionen Indiens und im Norden Pakistans, die von plötzlichen Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen sind, immer häufiger auf und haben Auswirkungen auf Tausende von Menschen in den Bergregionen. Und obwohl dieses Phänomen in den letzten Jahren auch aufgrund des Klimawandels zugenommen hat, sind die meisten Schäden auf die immer intensivere und ungeplante städtische Entwicklung gerade in diesen Bergregionen zurückzuführen.
(F.B.) (Fides 19/8/2025)


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