VATIKAN - Kirchsprengel in Missionsgebieten: Studienseminar für neu ernannte Bischöfe

Freitag, 2 September 2022 kongregation für die evangelisierung der völker   bischöfe  

Vatikanstadt (Fides) – Insgesamt 80 Bischöfe, die vor kurzem in Gebieten in Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien ernannt wurden, die der ersten Abteilung des Missionsdikasteriums unterstehen, werden an dem Studienseminar teilnehmen, das das Dikasterium für Evangelisierung für sie veranstaltet. Das Seminar wird am Montag, dem 5. September, im „Pontificio Collegio San Paolo Apostolo“ mit einem Gottesdienst unter dem Vorsitz von Kardinal Luis Antonio G. Tagle eröffnet und am Samstag, dem 17. September, mit einer Messe im Petersdom und einer Audienz bei Papst Franziskus enden.
Der Brauch der Studienseminare, der 1994 eingeführt wurde, zielt darauf ab, allen Bischöfen, die vor kurzem zur Leitung der Kirchsprengel der Missionsgebiete ernannt wurden, zu Beginn ihres Mandats eine Zeit der Reflexion, der Vertiefung ihrer Kenntnisse über das Leben und den bischöflichen Dienst, des Dialogs und des Gebets zu bieten. Die Referenten sind maßgebliche Persönlichkeiten aus der kirchlichen Welt. Auf dem Programm stehen täglich drei Vorträge, gefolgt von Diskussionen und Gruppenarbeiten. Der Tag wird jeweils mit einem gemeinsamen Gottesdienst und dem Gebet der Laudes eröffnet und mit dem Gebet der Vesper abgeschlossen.
Die Teilnehmer befassen sich im Rahmen des Seminars mit acht grundlegende Themen, die jeweils in verschiedenen Vorträgen vertieft werden. Das erste Thema ist "Die Beziehung zwischen dem Diözesanbischof und dem Dikasterium für die Evangelisierung". Eröffnet werden die beiden Studientage durch die Vorträge der Erzbischöfe Protase Rugambwa ("Der Dienst des Dikasteriums gegenüber den neuen Teilkirchen") und Giampietro Dal Toso ("Die Päpstlichen Missionswerke: Strukturen, Kompetenzen und Aktivitäten").
Das zweite Thema, "Die Römische Kurie", wird am Mittwoch, den 7. September, von Erzbischof Marco Mellino erläutert, der über Reform der Römischen Kurie sprechen wird, und von Erzbischof Paul Richard Gallagher über den Heiligen Stuhl und die Beziehungen zu den Staaten, mit Hinweisen auf die Beziehungen zu den lokalen Regierungen, erläutert.
Zwei Studientage am 8. und 9. September sind der Evangelisierung gewidmet und befassen sich mit der Verkündigung des Glaubens, der Nutzung der Medien, dem ökumenischen und interreligiösen Dialog, den Bildungseinrichtungen, dem Dienst der Nächstenliebe und dem Bischofskollegium. Unter anderem werden Erzbischof Rino Fisichella und Erzbischof Angelo Vincenzo Zani sowie Kardinal Luis Francisco Ladaria Ferrer Vorträge halten.
Das Thema der Liturgie ("Munus sanctificandi) wird am 10. September von Kard. Arthur Roche erläutert, während die Bischöfe am Sonntag, dem 11. September, in Castel Gandolfo einen Tag geistlicher Exerzitien erleben werden, bei dem Kard. Raniero Cantalamessa predigt.
Mehrere Berichte werden sich mit dem Thema des Klerus befassen, und zwar am 12. und 13. Mai, mit Beiträgen von Kard. Lazzaro You Heung-Sik, Bischof Vincenzo Viva, Bischof Charles Jude Scicluna, Pater Armando Nugnes und Pater Hans Zollner.
Bischof Giuseppe Sciacca und Bischof Juan Ignacio Arrieta werden am 14. September über das Thema der diözesanen Strukturen sprechen. Die beiden letzten Themen des Seminars, das geweihte Leben und die Laien, werden am 15. und 16. September von Erzbischof José Rodriguez Carballo und Schwester Genowefa Kudlik sowie von Kard. Kevin Joseph Farrell, Frau Linda Ghisoni und Frau Gabriella Gambino. Die letzte Seminararbeit, die den Katechisten in den Missionsgebieten gewidmet ist, wird von Card. Richard Kuuia Baawobr, Bischof von Wa.
(SL) (Fides 2/9/2022)


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