ASIEN/IRAK - Chaldäische Kirche veröffentlicht Gehälter von Bischöfen und Priestern

Donnerstag, 25 August 2022 mittlerer osten   ostkirchen   krisengebiete   pastorale      

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Bagdad (Fides) - Die Bischöfe der chaldäischen Kirche, die anlässlich der jährlichen Synodenversammlung in Bagdad zusammenkamen, haben unter anderem die Höhe der Gehälter für Bischöfe und Priester aller chaldäischen Diözesen festgelegt und veröffentlicht. „Es wurde beschlossen“, so die offiziellen Kanäle des chaldäischen Patriarchats, "dass die monatlichen Gehälter des Patriarchen Louis Raphael Sako und der Mitglieder der chaldäischen Bischofshierarchie ab September nächsten Jahres 1,6 Millionen irakische Dinar (umgerechnet 1050 USD) betragen werden, während die Gehälter der Priester auf 1,2 Millionen irakische Dinar (umgerechnet etwa 850 USD) festgesetzt werden“. Die Bischöfe bekräftigten auch die absolute Unentgeltlichkeit der von den Diözesen geleisteten Dienste. Das Messopfer soll weiterhin in den Diözesanfonds einfließen.
Bereits im März 2013, wenige Tage nach seinem Amtsantritt, hatte Patriarch Sako ein Kommuniqué herausgegeben, in dem er alle Verantwortlichen von Einrichtungen, die mit der chaldäischen Kirche verbunden sind, aufforderte, bei der Verwaltung der finanziellen Mittel die Kriterien der Fairness und Transparenz zu beachten. In diesem Zusammenhang hatte er empfohlen, sich an die in den Gesetzen über die Rechnungslegung festgelegten Verfahren zu halten und alle Finanzierungsprojekte dem Patriarchat vorzulegen, das ihre Stimmigkeit und Durchführbarkeit auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewerten sollte.
In seiner Rede zur Eröffnung der Synode (vgl. Fides 23/8/2022) wies Kardinal Sako ausdrücklich auf die negativen Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise und der aktuellen internationalen Situation auf das Netz der von den Kirchen im Nahen Osten unterstützten karitativen und sozialen Werke hin. "Die wirtschaftlichen Ressourcen der Diözesen", fügte der chaldäische Patriarch hinzu, "sind begrenzt. Die Wohltätigkeitsorganisationen, die uns geholfen haben, konzentrieren ihre Bemühungen jetzt auf die Ukraine... Sogar die Schüler unserer Schulen haben Schwierigkeiten, ihr Schulgeld zu bezahlen, und Christen bitten darum, dass ihre Kinder davon befreit werden".
Die Synode der chaldäischen Kirche setzt sich aus Patriarch Sako und 25 Bischöfen zusammen. An der derzeit in Bagdad stattfindenden Synodenversammlung unter dem Vorsitz des Patriarchen nehmen 17 Bischöfe teil, die am Dienstag, den 23. August, auch vom irakischen Präsidenten Barham Salih empfangen wurden (siehe Foto), während 7 Bischöfe – darunter einige Bischöfe der Diasporagemeinden - aus gesundheitlichen Gründen abgesagt haben.
(GV) (Fides 25/8/2022)


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