ASIEN/INDIEN - Junge katholische Klimaaktivistin aus Indien berät UN-Generalsekretär: “Ich inspiriere mich an der Laudato si'“

Donnerstag, 10 September 2020 umwelt     uno   jugendliche   klimawandel   klima   laudato si'  

Bhubaneswar (Fides) - "Die Enzyklika ‚Laudato si‘ von Papst Franziskus ist eine wertvolle Inspirationsquelle für den Schutz der Erde und den Kampf gegen die Klimakrise. Ich lasse mich regelmäßig von Laudato si inspirieren. Das Gebot Jesu, unseren Nächsten zu lieben, bezieht sich nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf die Natur, die unser gemeinsames Zuhause ist. Wir tragen also die Verantwortung, es zu pflegen, um unsere Existenz und unseren Lebensunterhalt zu sichern": so Archana Soreng, eine junge katholische Klimaaktivistin in Indien, die vom UN-Generalsekretär Antonio Guterres, in seine neuen Beratergruppe berufen wurde, die zur Bewältigung der Klimakrise beitragen soll. Die 24-jährige Soreng gehört zu einer Gruppe von sieben jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren aus verschiedenen Teilen der Welt. Die Jugendlichen sollen den UN-Generalsekretär beraten, wie globale Maßnahmen zur Bewältigung der eskalierenden Klimakrise beschleunigt werden können.
Während die katholische Kirche in aller Welt noch bis zum 4. Oktober, der "Zeit der Schöpfung", begeht, bemerkt die junge Frau: „Unsere Vorfahren haben den Wald und die Natur im Laufe der Jahrhunderte durch ihre traditionellen Kenntnisse und Praktiken geschützt. Heute liegt es an uns, die Protagonisten im Kampf gegen die Klimakrise und beim Schutz der Schöpfung zu sein. "
Soreng gehört zum Stamm der Khadia und kommt aus dem Distrikt Sundergarh im Bundesstaat Orissa im Osten Indiens. Sie ist ein engagiertes Mitglied der katholischen Gemeinde in der Diözese Rourkela. Sie besuchte katholische Schulen: zunächst die St. John Mary Vianney School und anschließend an die Apostolic Carmel School in Rourkela. Ihren Abschluss machte sie am Patna Women’s College der Karmelitinnen. Sie war aktives Mitglied der "All India Catholic University Federation" (AICUF) und spezialisierte sich dann am Tata-Institut für Sozialwissenschaften (TISS) in Mumbai.
Sie arbeitet nach wie vor mit verschiedenen Gruppen junger Menschen auf regionaler und nationaler Ebene zusammen, um das traditionelle Wissen und die traditionellen Praktiken indigener Gemeinschaften zu bewahren, zu dokumentieren und zu fördern, wobei sie vor allem der ökologischen Nachhaltigkeit größte Aufmerksamkeit schenkt.
Sie ist Mitglied des "Youth Constituency“-Netzwerks der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und nahm unter am "Global Youth Caucus on Desertification and Land" zur Bekämpfung der Wüstenbildung und am UN-Jugendklimagipfel teil, zu dem 2019 versammelten über 1.000 junge Menschen aus über 140 Ländern in New York zusammenkamen, um einen internationalen Appell an die Regierungen in aller Welt zu richten.
(SD-PA) (Fides 10/09/2020)


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