AFRIKA/ÄGYPTEN - Koptische Kirchen beiben an Ostern geschlossen

Mittwoch, 15 April 2020 mittlerer osten   ostkirchen   ostern     terrorismus  

CoptsToday

Kairo (Fides) - Die ägyptische Regierung billigte die Ergebnisse der Unteruschungen der Prüfungskommission, die in den letzten Tagen für 74 Kirchen und kirchliche Gebäude die Übereinstimmung mit den für eine "Legalisierung" geltenden Auflagen bestätigt hat. So steigt die Zahl der „legalisierten“ Kirchen und kirchlichen Gebäude, die seit Beginn eines Prozess der Prüfung christlicher Kultstätten, die in der Vergangenheit ohne die erforderlichen Genehmigungen errichtet wurden, auf insgesamt 1568.
Die Liste der neuen christlichen Kultstätten und der nun geduldeten kirchlichen Güter wurde am Montag, dem 13. April, auch in den ägyptischen Medien verbreitet, während sich die koptisch-christlichen Gemeinden darauf vorbereiten, am kommenden Sonntag, dem 19. April (nach julianischem Kalender) das orthodoxe Ostern zu feiern, wobei wegen der Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie, die Kirchen nicht geöffnet werden dürfen.
In Ägypten wurde der Beginn der Karwoche jedoch auch durch die aus den Quellen der Sicherheitsdienste bekannt gewordenen Informationen beeinträchtigt, wonach eine Zelle von Terroristen am gestrigen Dienstag, dem 14. April, bei Schießereien mit Polizei in der Gegend von al Amiriya (einem Vorort von Kairo) getötet wurde. Verschiedenen Anschläge geplant haben sollen, die an Ostern gegen koptische Ziele durchgeführt werden sollten.
 Der Prozess der Prüfung und Legalisierung von Kirchen und kirchlichen Gebäuden, die in der Vergangenheit ohne die erforderlichen Genehmigungen errichtet wurden, begann mit der Genehmigung des neuen Gesetzes über den Bau und die Verwaltung von Kultstätten, das am 30. August 2016 vom ägyptischen Parlament ratifiziert wurde.
Die Kirchen, die vom Ad-hoc-Regierungskomitee geprüft werden, sind hauptsächlich diejenigen, die vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes über den Bau christlicher Gotteshäuser errichtet wurden. Ein Asschuss prüft nun, ob Tausende von christlichen Kirchen und Gebetsstätten, die in der Vergangenheit ohne die erforderlichen Genehmigungen gebaut wurden, den durch das neue Gesetz festgelegten Standards entsprechen.
In den letzten Jahrzehnten wurden viele Kirchen und Kapellen spontan ohne alle erforderlichen Genehmigungen gebaut. Noch heute werden diese Gebäude, gelegentlich als Vorwand islamistischer Gruppen verwendet, um sektiererische Gewalt gegen Christen zu schüren.
(GV) (Fides 15/4/2020)


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