AMERIKA/NICARAGUA - Costa Rica ermöglicht Flüchtlingskindern aus Nicaragua den Schulbesuch

Mittwoch, 10 Juli 2019 auswanderung   bildungswesen   kinder     politik  

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Jinotepe (Fides) - Dank des unbürokratischen Entgegenkommens der Schulen in den Grenzstädten in Costa Rica können Tausende von Kindern, die vor der sozialen und politischen Krise in Nicaragua geflohen waren, wieder eine Schule besuchen. Wie aus einer Mitteilung des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) hervorgeht, konnten diese Kinder über ein Jahr lang nicht zur Schule gehen, seitdem ihre Familien gezwungen waren, aus Nicaragua zu fliehen.
Unter den 75.000 Nicaraguanern, die 2018 aus ihrem Land geflohen sind, befinden sich viele Kinder. Laut der costaricanischen Migrationsbehörde stellten allein im Mai 2019 rund 61.791 Nicaraguaner einen Asylantrag.
Viele dieser Kinder haben keine Schulzeugnisse sondern nur die Geburtsurkunde oder manchmal einen Reisepass. In Costa Rica ist die Grundschule für alle Kinder kostenlos und es besteht die Schulpflicht, unabhängig vom Migrationsstatus. Angesichts des massiven Zustroms von Nicaraguanern haben viele Schulen im Norden des Landes die Zugangsvoraussetzungen vereinfacht, damit sich auch Kinder ohne Papiere anmelden können.
Das UNHCR unterstützt Schulen und Gemeinden in Städten wie Los Laureles und Upala bei Initiativen zur Integration nicaraguanischer Studenten. Durch die Bereitstellung von Schulbänken, Stühlen und Schulmaterial unterstützt das UN-Hilfswerk die Bemühungen der lokalen Behörden und der Bevölkerung von Costa Rica: "Die Großzügigkeit, die Costa Rica zeigt, verkörpert den Geist des Globalen Flüchtlingspakts", so Milton Moreno UNHCR-Vertreter in Costa Rica: "Diese Bemühungen zeigen, dass Solidarität umgesetzt werden kann und dienen uns allen als Inspiration."
(CE) (Fides 10/07/2019)


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