AMERIKA/MEXIKO - Heute lebt in den Städten die dritte Generation der Straßenkinder

Mittwoch, 6 September 2017

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Durango (Fides) – In den mexikanischen Städten lebt heute die dritte Generation von Kindern und Jugendlichen auf der Straße, für die es keine andere Wahl gibt, weil sie nie eine andere Realität kennen gelernt haben. Dies geht aus einer von der Autonomen Universität Mexiko (UNAM) vor kurzem veröffentlichten Untersuchung hervor. Es handelt sich um Kinder deren Eltern bereits auf der Straße lebten, weil diese ihrerseits beschlossen hatten ihre Familien zu verlassen, weil diese von Armut, körperlicher und verbaler Gewalt und sexuellem Missbrauch geprägt waren oder weil es dem Staatlichen Bildungssystem nicht gelang, ihren Schulbesuch zu garantieren.
Hinzu kommen Faktoren wie Alkoholabhängigkeit und Drogenkonsum im eigenen Zuhause, das Fehlen positiver Beziehungen oder eines Lebensentwurfs in der Herkunftsfamilie. “Dieser Weg ist für eine gewisse Bevölkerungsschicht eine Option und ein Lebensraum. Diejenigen, die einst Straßenkinder waren, sind dort geblieben, so dass heute die dritte Generation auf der Straße lebt, die nie eine häusliche Gemeinschaft kennen gelernt hat” so ein Vertreter der Nationalen Akademie für Soziales.
(AP) (Fides 6/9/2017)


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