ASIEN/SYRIEN - Christlicher Professor in Hassakè ermordet, in der von den kurdischen PYD-Milizen kontrollierten Stadt

Montag, 24 Juli 2017 mittlerer osten   ostkirchen   kurden   entführungen  

AINA

Hassakè ( Fidesduienst) – Der leblose Körper von Basil Isaac, einem christlichen Professor aus dem Khabur-Tal wurde am Freitag, 21. Juli von einer Kugel im Kopf erschossen in einem Dorf, 8km östlich von der syrischen Stadt Hassakè aufgefunden. Die Tat weckte Sorge und Schmerz unter den dortigen Gemeinden; dies auch deshalb, weil die Region derzeit von den der Demokratischen Kurdenpartei (PYD) nahestehenden Milizen kontrolliert zu sein. Die PYD ist der syrische Arm der Partiya Karkeren Kurdistan (PKK). Täter und Tatgründe sind noch unbekannt, und auch die Piste einer möglichen Entführung zum Zweck der Erpressung mit bitterem Ende kann derzeit nicht bestätigt werden. Auch deshalb weil es für Basil Isaac, der drei Tage vor seiner Wiederauffindung auf geheimnisvolle Weise verschwunden war, keine Lösegeldforderung gegeben hatte. Das Opfer, ein Agronom und Dekan der Landwirtschaftsschule am Ort , war in der Gegend gut bekannt für seine Lehr-und Forschungsarbeit. Vor einigen Tagen ( s.Fides 14/7/2017) hatte Erzbischof Jacques Behnan Hindo, der das syro-katholische Erzpatriarchat von Hassaké-Nisibi leitet, für den Fidesdienst die seit Jahren beabsichtigten Operationen der PYD-Aktivisten zur Schaffung einer autonomen kurdischen Region in dem syrischen Gebiet von Jazira beschrieben; diese region wird in den kurdischen Media mit dem kurdischen Namen Rojava bezeichnet. In der nordöstlichen syrischen Provinz Hassakè hat die selbst proklamierte autonome Verwaltung von Rojava mit der Implementierung eines lokalen Besteuerungssystems zur Subventionierung der öffentlichen Dienste in der Region und auch zur Verbesserung der Sicherheit und Kontrolle der öffentlichen Ordnung begonnen. (GV) ( Fidesdienst 24/7/2017).


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