ASIEN /INDIEN - Von der Prostitution befreit um Anwältinnen zu werden und Ausbeuter zu verfolgen

Dienstag, 18 Juli 2017

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New Delhi ( Fidesdienst) – Systematisch misshandelten und zur Prostitution mit 20 Freiern pro Tag gezwungen, völlig rechtlos und niemand der sich um ihr unmenschliches Dasein sorgt: Das ist die raue Wirklichkeit für mehr als 1 Million von kleinen Mädchen, Opfer der Minderjährigen-Prostitution in Indien. Eine Erscheinung, die auch von den Strafgesetzen im Land nicht aufgehalten werden können. Seit April 2014 macht die holländische Stiftung „Free a Girl“ (befreie ein Mädchen) es sich zur Aufgabe gegen diese Hölle anzukämpfen.
Der School of Justice ist es zu verdanken, dass 19 junge Mädchen, die die Misshandlungen seitens ihrer Ausbeuter und ihrer Freier überlebt haben, eine Ausbildung bekommen, mit der sie später auf die Universität gehen und Jura studieren können. Nach Angaben der Initiatorin des Projekts ist das Ziel nicht nur die Loslösung dieser Mädchen aus dem Netz der Prostitution, sondern vielmehr sie zu den besten Anwältinnen und Staatsanwältinnen des Landes zu machen, damit die Straflosigkeit der Ausbeuter in Indien ein Ende haben kann.
„Die Gesellschaft sieht uns als etwas außerirdisches, fast wie ein Insekten, die kein Recht auf Leben haben oder Teil der Gesellschaft zu sein. Meine Familie akzeptiert mich noch immr nicht“, erklärt in einer Fides zugesandten Note, eines der Mädchen, die von der School of Justice aufgefangen wurden, und das zusammen mit ihren Kameradinnen in der Einrichtung lebt und lernt, solange bis sie dann mit einem Stipendium auf die Universität gehen können. Möglivcherweise wird dieses anerkannt wichtige Programm auch in Brasilien Anwendung finden, wo laut Unicef 250.000 Mädchen zur Prostitution gezwungen werden. (AP) (18/7/2017 Fidesdienst);


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