ASIEN/INDIEN - Über 15.000 Aidskranke werden derzeit von katholischen Einrichtungen betreut

Donnerstag, 8 Juni 2017 gesundheitswesen   dienst   christentum   ortskirchen   entwicklung   frauen  

Hyderabad (Fides) – Über 15.000 Aidskranke und HIV-Infizierte werden derzeit in Einrichtungen Catholic Medical Association of India (CHAI) versorgt, die bereits 1943 gegründet wurden und in der sich katholische Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zusammenschließen. Seit 1993 betreut CHAI auch Aidskranke.
“In über 150 unserer Einrichtungen dürfen wir Patienten mit Aids oder einer HIV-Infektion behandeln, die angemessene klinische Versorgung, Beratung und Pflege erhalten. Dabei arbeiten wir mit Regierungseinrichtungen und Hilfswerken zusammen”, so der Generaldirektor der CHAI und Redemptoristenpater Mathew Abraham.
In den rund 25 Jahren der Tätigkeit in diesem Bereich wurden über 15 Millionen Patienten ambulant und rund 500.000 stationär behandelt. Über 40 Einrichtungen der CHAI widmen sich ausschließlich der Behandlung von Aidskranken und HIV-Infizierten Kindern.
Wie aus Daten der indischen Regierung hervorgeht leiden rund 2,4 Millionen Inder an HIV und davon 3,5 % Kinder und Jugendliche im Alter unter 15 Jahren.
In den vergangenen Jahrzehnten widmete CHAI sein Augenmerk insbesondere jungen Menschen das eigene Augenmerk und fokussiert die eigenen Präventions-Programme auf Frauen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Ehe, Bildung, Gesundheit von Müttern.
“Indien ist ein relativ junges Land: 65% der Patienten, mit denen wir in Kontakt kommen, sind unter 35 Jahre alt. Doch auch die Altersgruppe der jugendlichen ist nicht homogen, sondern unterscheidet sich nach Geschlecht, Kaste, Klasse, Religion, Ethnie, Beschäftigung und mentalen und physischen Möglichkeiten. Deshalb ist ein globaler Ansatz notwendig, damit alle jungen in unsere Planung und unsere Initiativen eingeschlossen werden”, so Manisha Gupte, wissenschaftlicher Mitarbeiter der CHAI.
In Indien sind Frauen heute “von alten und neuen Formen sexueller Gewalt, Säureanschlägen und männlichen Ausdrucksformen von Katen und Religionen betroffen”, bedauert Gupte.
(SD-PN) (Fides 8/5/2017)


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