AFRIKA/SÜDSUDAN - Das Land steht vor dem Zusammenbruch

Dienstag, 9 Mai 2017 hungersnot   kriege  

Juba (Agenzia Fides) - In der Hauptstadt des Südsudan Juba protestierten gestern Studenten und andere Bürger gegen den bevorstehenden Zusammenbruch der Volkswirtschaft des Landes. Zu der Demonstration hatten die Studenten einberufen, die zu Protesten gegen die Politik von Präsident Salva Kiir auffordern.
Die Wirtschaft brach ein, nachdem im Dezember 2013 der Bürgerkrieg zwischen Präsident Kiir und dessen Stellvertreter Riek Machar ausbrach. Seither herrschen in Teilen des Landes anarchische Zustände und es kommt zu Stammeskonflikten. “Das Land bricht unter deiner Führung zusammen”, hieß es deshalb auf den Spruchbändern der Demonstranten.
Der Wertverlust der einheimischen Währung gegenüber ausländischen Währungen führte zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten und zu einem Anstieg der Steuern.
In den ländlichen Gebieten herrscht zudem eine schwere Hungersnot infolge der Dürre in Ostafrika und der Instabilität infolge der Gefechte. Die schwere humanitäre Krise führte zur Flucht von rund 3 Millionen Menschen.
Internationale Hilfswerke arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Wie ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen gegenüber der Agentur Reuters betont, wurden bereits 82 Helfer seit Ausbruch der Krise getötet.
(L.M.) (Fides 9/5/2017)


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