AMERIKA/DOMINIKANISCHE REPUBLIK - Bischof Nicanor Peña fordert Mentalitätswandel: “Korruption und Straffreiheit gibt es auf allen Ebenen“

Dienstag, 4 April 2017

Santo Domingo (Fides) – Der Vorsitzende der Bischofskonferenz der Dominikanischen Republik Kongo, Bischof Gregorio Nicanor Peña begrüßt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem „Fall Odebrecht”. Das brasilianische Bauunternehmen Odebrecht soll Bestechungsgelder an Beamte in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern bezahlt haben (vgl. Fides 18/02/2017).
Bischof Nicanor Peña betont in diesem Zusammenhang, dass Korruption und Straffreiheit im Land auf allen Ebenen bekämpft werden müsse. "Es gibt Korruption in den Familien und in der Gesellschaft im Allgemeinen”, so der Bischof in einem Interview zu einem von Universidad Católica Madre y Maestra (PUCMM) in Santo Domingo in Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz am 2. April veranstalteten Tag der Journalisten, “Oft vermutet man sie nur bei der Regierung, doch wenn wir genau hinschauen, gibt es auch in unserer nächsten Umgebung Korruption, auch wenn wir selbst nicht schuldig sind"
Bei einer Demonstration am Sonntag, den 26. März, hatten tausende Bürger in Santiago de los Caballeros, konkrete Maßnahmen gegen Beamte gefordert, die in den Fall Odebrecht verwickelt sind. Unter anderem wurde auch die Suspendierung der Aufträge des Unternehmens im Land gefordert.
(CE) (Fides, 04/04/2017)


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