VATIKAN - Weltweit unterstützt die katholische Kirche insgesamt 612 Einrichtungen für Leprakranke

Samstag, 28 Januar 2017 missionsinstitute   krankheiten  

Aifo

Vatikan (Fides) – Insbesondere in den Missionsländern gibt es eine lange kirchliche Tradition bei der Pflege von Leprakranken: dabei geht es nicht nur um medizinische Behandlung und geistlichen Beistand, sondern auch um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Vielsagend sind auch die Berichte von heiligen Missionaren, die ihr Leben der Linderung der Leiden von Leprakranken widmeten, wie der heilige Jozef Daamian De Veuster SSCC, auch bekannt als Apostel der Leprakranken von Molokai und die heilige Marianna Cope, O.S.F., die zusammen mit ihren Mitschwestern 35 Jahre lang in Molokai die Arbeit von Pater Damiano; die heilige Teresa von Kalkutta, der heilige Jan Beyzym, S.I., der unter den Leprakranken in Madagaskar tätig war, die Laienmissionare Marcello Candia und der französischen Journalist Raoul Follereau, dem die Einführung des Weltlepratags im Jahr 1954 zu verdanken ist, der seither am letzten Sonntag im Januar begangen wird.
Wie aus dem “Jahrbuch der katholischen Kirche” hervorgeht, befinden sich weltweit 612 Einrichtungen für Leprakranke in Trägerschaft der katholischen Kirche. Nach Kontinenten aufgeteilt entsteht folgendes Bild: Afrika 174, Amerika 43, Asien 313, Europa 81 und Ozeanien 1.
Die Länder, in denen sich die meisten Einrichtungen befinden sind: in Afrika: Demokratische Republik Kongo (27), Madagaskar (26), Kenia (21); Nordamerika: USA (2); Mittelamerika: Mexiko (5), Honduras (2); Mittelamerika-Antillen: Haiti (2) und Dominikanische Republik (2); Lateinamerika: Brasilien (14), Ecuador (4), Peru (4); in Asien: Indien (234), Korea (22), Vietnam (15); in Ozeanien: Papua Neuguinea (1); in Europa: Portugal (63), Deutschland (16), Belgien (1), Italien (1).
(SL) (Fides 28/01/2017)


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