AMERIKA/USA - Die Bewegung “Movimiento de Santuario” bietet illegalen Migranten Schutz

Donnerstag, 19 Januar 2017 migranten   armut   politik  

Tucson (Fides) – Kurz vor der Amtsübernahme des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten gehören insgesamt 800 Gruppen und Organisationen verschiedener Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften der Bewegung "Movimiento de Santuario" an. Die Bewegung bietet seit vielen Jahren illegalen Zuwanderern in den USA Schutz. Protestantische, katholische und jüdische Religionsvertreter, die sich in der Organisation zusammenschließen, ziehen in Betracht, dass künftig auch Moscheen in die Initiative miteinbezogen werden sollen.
Ziel der Gründer der Bewegung ist es heute, sich den von Donald Trump in Aussicht gestellten Maßnahmen zu widersetzen und besonders verletzlichen Gruppen auch unter der neuen Regierung Schutz zu bieten. Für die kommende Woche stehen bereits rund ein Dutzend Gebetswachen, Konferenzen und andere Veranstaltungen in Los Angeles und San Francisco (Kalifornien), Denver (Colorado), Portland (Oregon), Tucson (Arizona) e Philadelphia (Pennsylvania) auf dem Programm.
Die Idee zur Gründung des "Movimiento de Santuario"' entstand bereits 1982 in der presbyterianischen Kirche im Süden von Tucson als Reaktion auf die Maßnahmen der US-amerikanischen Regierung, die sich damals mit eine Welle mittelamerikanischer Migranten konfrontiert sah, die vor Bürgerkriegen in ihrer Heimat flohen. Der Bewegung schlossen sich schon bald zahlreiche Gruppen und Organisationen aus protestantischen, katholischen und jüdischen Kreisen in 17 Städten an. Seither ist die Bewegung ein wichtiger Bezugspunkt für Migranten.
(CE) (Fides, 19/01/2017)


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