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Asia

2003-09-18

ASIEN/OSTTIMOR - MIT UNTERSTÜTZUNG DER STIFTUNG „PATH TO PEACE“ ERÖFFNEN DIE CANOSSIANERINNEN IN DILI EIN NEUES BERUFSSCHULUZENTRUM – BEI DER EINWEIHUNG WAR ERZBISCHOF RENATO MARTINO VOM PÄPSTLICHEN RAT FÜR GERECHTIGKEIT UND FRIEDEN ANWESEND

Dili (Fidesdienst) – Über 120 Interessenten haben sich bereits im Berufsschulzentrum der Canosianerinnen in Dili, der Hauptstadt von Osttimor, angemeldet. Berufschüler, die aus allen Teilen der Insel kommen, werden Informatik- und Hauswirtschaftskurse besuchen. Das neue Berufsschulzentrum wurde am 10. September vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Erzbischof Renato Martino eingeweiht. Die Schule trägt die Namen der beiden Canossinerinnen, die im September 1999 bei den Unruhen nach dem Referendum für die Unabhängigkeit von Indonesien gestorben waren: Erminia Cazzaniga du Celeste de Carvalho.
„Dies ist die schönste Art und Weise, wie wir unserer beiden Mitschwestern gedenken können“, so eine Ordensschwester aus der Gemeinschaft der Canossianerinnen in Dili gegenüber dem Fidesdienst. „Beide waren ausgezeichnete Lehrerinnen, die sich leidenschaftlich und begeistert für die Erziehung engagierten. Sie kümmerten sich auch nach Unterrichtsschluss um ihre Schüler. Wir freuen uns sehr über die Einweihung dieser neuen Berufsschule: in Osttimor sind solche Initiativen dringen notwendig. Es gibt viel Arbeitslosigkeit und große soziale Probleme, es gibt zu wenige Schulen und Krankenhäuser, deshalb müssen wir uns für den Aufbau einer Zukunft für die jungen Menschen dieses Landes einsetzen.“, so die seit 30 Jahren in Osttimor tätige Schwester Luigia Gurrrini gegenüber dem Fidesdienst.
Das neue Berufsschulzentrum in Dili zu dem auch eine Turnhalle gehört wurde mit Mitteln der Stiftung „Path to Peace“ finanziert, die von Erzbischof Martino, der ehemals Ständiger Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen war, vor 12 Jahren in New York zur Unterstützung der Initiativen der Mission des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen gegründet worden war. Bei der Einweihungsfeier betonte Erzbischof Martino: „Das Zentrum möge einen wirkkräftigen Beitrag zur Erziehung der einheimischen Jugendlichen zu ethischen und religiösen Prinzipien leisten, damit sie sich stets unerschrocken gegen jene Kräfte wenden, die versuchen das spirituelle Erbe der timoresischen Bevölkerung zu zerstören.“ In einer von Erzbischof Martino übermittelten Botschaft forderte auch Papst Johannes Paul II. die Bevölkerung des jungen Landes auf, „auf dem Weg der wahren Freiheit innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft ein Land bleibe, in dem Gerechtigkeit und Frieden herrschen.“.
Die beiden Ordensschwestern, deren Namen die Berufsschule tragen wird, waren von der Stiftung „Path to Peace“ bereits 2000 zu „Servitores Pacis“ erklärt worden.
An der Einweihungsfeier nahmen auch der Apostolische Administrator von Dili, Bischof Basilio do Nascimento und der Präsident der Republik Osttimor, Xanana Gusmao, teil. (PA) (Fidesdienst, 18/9/2003 – 38 Zeilen, 409 Worte)

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