AMERIKA/VENEZUELA - Erzbischof Padrón: “Die Bürger verfallen in eine depressive Stimmung"

Dienstag, 22 November 2016 armut   bischöfe   krisengebiete   politik  

Rom (Fides) – Der Vorsitzende der Venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Diego Padrón begeleitet den Erzbischof von Merida, Enrique Porras Cardozo, der am vergangenen 19. November die Kardinalswürde empfing, zum Konsistorium nach Rom. Am Rande seines Besuchs sprach er mit Fides über die aktuelle Situation in Venezuela.
.“Vor allem”, so Erzbischof Padrón, “kann man nicht von einem Dialog zwischen Regierung und Opposition sprechen, weil die Opposition in diesem Fall 80% der Venezolaner repräsentiert. Das bedeutet, dass die Regierung ihre Haltung ändern und zu einen wahren Dialog bereit sein sollte”.
“Weder die Kirche noch die Bürger”, so der Erzbischof weiter, “beurteilen die Entwicklung des Dialogprozesses, der am vergangenen 30. Oktober begann positiv. Es muss Gesten des guten Willens geben, wie zum Beispiel die Achtung der Menschenrechte und die Freilassung der politischen Häftlinge. An zweiter Stelle müssen Kanäle für humanitäre Hilfe geschaffen werden, die zu allen Venezolanern gelangt, die dringend Lebensmittel und Medikamente brauchen.
“Besonders traurig ist, dass die Menschen in eine depressive Stimmung verfallen, da sie keinen Ausweg und keine Perspektiven sehen und aus Enttäuschung über den Dialog, der so nicht vorankommt”.
(CE) (Fides 22/11/2016)


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