AFRIKA/MALAWI - Nach der Rückkehr des Präsidenten aus den USA bleiben Zweifel an dessen Gesundheitszustand

Dienstag, 18 Oktober 2016 politik  

Lilongwe (Fides) - “Nach zahlreichen Versprechungen, die sich nicht erfüllt haben, hat der Präsident am Sonntag, den 16. Oktober, sein Versprechen gehalten”, so der in Malawi tätige Missionar Pater Piergiorgio Gamba zur Rückkehr des Präsidenten Arthur Peter Mutharika, der seit Ende September nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, seit er nach New York gereist war, um an der Generalversammlung der Vereinten Nationen (vgl. Fides 14/10/2016) teilzunehmen. “Am internationalen Flughafen in Lilongwe wurde er von unzähligen Mitglieder der Democratic Progressive Party – DPP empfangen”, so der Missionar weiter. “Die Armee hatte eine Ehrengarde aufstellen lassen”.
“Vor seiner Ankunft stiegen einige Personen aus einem Jet der amerikanischen Air Force – vielleicht ein Arzt und medizinisches Personal – aus, die zum Präsidentenpalast begleitet wurden. Danach kam der Präsident in einem Flugzeug der Qatar Airlines an. Und es ging eine halbe Stunde bis er an der Tür erschien und, wie er es immer tut, die Menschen mit erhobenen Händen begrüßte. Alles verlief nach Protokoll. Doch er hatte nur den linken Arm hoch gehoben und konnte den rechten Arm nicht bewegen”.
Damit seien die Sorgen um den Gesundheitszustand des 66jährigen Präsidenten nicht beseitigt worden, so pater Gamba weiter, “und wenn er keinen Beweis eine raschen Genesung liefert, dann wird die Überzeugung wachsen, dass der nur eine Marionette in den Händen seiner korrupten und unfähigen Partei ist”.
“Gleichzeitig müssen in unserem Land viele kleine Fabriken schließen, die Inflation liegt bei über 25% und der Hunger erdrückt die Menschen“, so der Missionar zur dramatischen Lage des Landes. „Wenn es dem Präsidenten nicht mehr gelingt, das Land zu leiten, dann muss es einen Wandel geben”.
(L.M.) (Fides 18/10/2016)


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