AFRIKA/ÄGYPTEN - Regierung verbietet koptische Kundgebung am Jahrestag des “Blutbads von Maspero”

Donnerstag, 6 Oktober 2016 krisengebiete   ostkirchen  

copticsolidarity.org

Kairo (Fides) – Das ägyptische Innenministerium verbietet die Kundgebung einer koptischen Jugendorganisationen zum fünften Jahrestag des so genannten “Blutbads von Maspero”. Das Verbot erklärt das Ministerium mit „Sicherheitsgründen“.
Am 9. Oktober 2011 kamen bei der blutigen Unterdrückung einer Demonstration insgesamt 27 koptische Demonstranten ums Leben, die sich in der Nähe des Maspero-Gebäudes versammelt hatten, in denen sich die Büros des staatlichen Fernsehens befinden, um gegen die Verwüstung einer Kirche in der Region Obernil durch salafistische Extremisten zu protestieren.
Die Jugendbewegung Maspero betont in einer Verlautbarung, dass sie von Sicherheitskräften bedroht wurde, nachdem das Verbot bekannt gegeben wurde. Neue restriktive Bestimmungen für die Durchführung einer öffentlichen Kundgebung sind in Ägypten seit November 2013 in Kraft. Damals war die Lage im ganzen Land nach dem Sturz des islamistischen Präsideten Mohamed Morsi von den Muslimbrüdern, der bei einer demokratischen Wahl im Juni 2012 in das Amt gewählt worden war, sehr angespannt.
(GV) (Fides 6/10/2016).


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