AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Trotz weiterer Unruhen in Kinshasa wird der “nationale Dialog” fortgesetzt

Dienstag, 20 September 2016 politik  


Kinshasa (Fides) - “Neue Ausschreitungen legen auch heute die Stadt lahm”, so einheimische Beobachter aus Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, wo es bereits gestern zu Unruhen am Rande von Demonstrationen gegen den amtierenden Präsidenten Joseph Kabila gab, dessen Mandat am kommenden 20. Dezember enden soll (vgl. Fides 19/9/2016). “Bei den gestrigen Ausschreitungen starben 17 Menschen, darunter drei Polizisten und 14 Zivilisten. Die Demonstrationen und Ausschreitungen dauern auch in diesem Moment noch an. Ganz Kinshasa ist lahm gelegt, die Geschäfte bleiben Geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht. Die Büros des Oppositionsbündnisses ‘Le Rassemblement’, das den Präsidentschaftskandidaten Étienne Tshisekedi unterstützt, wurden in Brand gesteckt”, so der Beobachter weiter.
Trotz der angespannten Lage wird der „Nationale Dialog“ unter Schirmherrschaft der Afrikanischen Union fortgesetzt, dessen Teilnehmer sich um eine Überwindung der politischen Krise bemühen sollen.
“Der Nationale Dialog sollte eigentlich gestern zu Ende gehen, doch er wird auch heute fortgesetzt“, so der Beobachter abschließend. „Vielleicht gibt es noch Spielräume für eine Einigung zwischen der Mehrheit des Präsidenten und der Opposition. Sollte es zu einer solchen Einigung kommen, dann wird das wahrscheinlich heute Nachmittag bekannt gegeben. Das Positive daran ist, das die Dialogbereitschaft weiterhin besteht, auch wenn nur wenige Vertreter des Oppositionsbündnisses teilnehmen, das auch in den eigenen Reihen gespalten ist”.
(L.M.) (Fides 20/9/2016)


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