AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Vertreter der wichtigsten Oppositionsparteien nehmen nicht am “Nationalen Dialog” teil

Freitag, 2 September 2016 politik   bischöfe  

Kinshasa (Fides) - “Es ist offensichtlich, dass es sich nicht um einen wirklich inklusiven Dialog handelt”, so der Vertreter der Europäischen Union in der Demokratischen Republik Kongo Jean-Michel Dumond, zur Eröffnung des so genannten “Nationalen Dialogs” zur Überwindung des politischen Stillstands, an dem die Vertreter der wichtigsten Oppositionsparteien nicht teilnehmen. “Wenn die wichtigsten Oppositionsparteien nicht dabei sind, dann stellt dies die Glaubwürdigkeit des Dialogs in Frage” so Dumond.
Das Bemühen um eine rasche Eröffnung des Dialogs durch dem Vermittler Edem Kodjo stößt auch bei den katholischen Bischöfen auf Zweifel, die sich für die Teilnahme der Oppositionsvertreter eingesetzt hatten, von Etienne Tshisekedi bis hin zu den Mitgliedern des Oppositionsbündnisses “Le Rassemblement”.
“Wir hatten um mehr Zeit gebeten und ich kann nicht verheimlichen, das wir etwas verstört sind“, so der Apostolische Nuntius in der Demokratischen Republik Kongo, Erzbischof Luis Mariano Montemayor, bei einem Besuch in Beni.
In der Demokratischen Republik Kongo sollten vor Ende des Jahres Präsidentschaftswahlen stattfinden, doch ein Datum wurde bisher noch nicht festgelegt, so dass die von der Verfassung vorgesehene Frist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten werden kann.
(L.M.) (Fides 2/9/2016)


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