AMERIKA/BRASILIEN - Scalabrini Missionsschwestern suchen nach Antworten auf die Herausforderungen der Massenmigration

Dienstag, 30 August 2016 migranten   flüchtlinge   missionsinstitute  

CNBB

Jundial (Fides) – Vom gestrigen 30. August bis zum Samstag, den 3. September, tagen die Scalabrini Missionsschwestern, die sich in Brasilien um Migranten und Flüchtlinge kümmern in Jundial, wo sie angesichts der heutigen Massenmigration neue Strategien entwickeln sollen. Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen: “Internationale Migrations- und Flüchtlingsströme: neue Herausforderungen”, “Integration der Migranten in den Gastländern”, “Öffentlichkeitsarbeit und Networking zum Schutz der Menschenrechte”, “Migranten und Theologie der Scalabrini Mission“.
Schwester Janete Ferreira, die für die missionarische Öffentlichkeitsarbeit in der Provinz Sao Paulo zuständig ist, betont, dass “die Aufgabe der Scalabrini Missionsschwestern hauptsächlich darin besteht, sich für die Anliegen der Migranten und Flüchtlinge einzusetzen, vor allem für die Armen und Schwachen unter ihnen”. Die jüngsten Entwicklungen sind für die Ordensschwestern Anlass, ihre Arbeit neu zu strukturieren, damit sie den heutigen Anforderungen entsprechen kann.
In Brasilien suchten nach Angaben der Missionsschwestern Tausende Haitianer Zuflucht, die das Land vor allem nach dem Erdbeben des Jahres 2010 verließen, aber auch syrische Kriegsflüchtlinge und Afrikaner und Asiaten auf der Flucht vor politischen und zivilen Konflikten. Nach Schätzungen des “Comitê Nacional para os Refugiados (Conare)” lebten in Brasilien im April 2016 insgesamt 8.863 anerkannte Flüchtlinge aus 79 Ländern, vor allem aus Syrien (2.298), Angola (1.420), Kolumbien (1.100), der Demokratischen Republik Kongo (968) und Palästina (376).
(SL) (Fides 30/8/2016)


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