AMERIKA/ARGENTINIEN - “Tag der lateinamerikanischen Märtyrer“ 40 Jahre nach dem Tod von Mons. Angelelli

Freitag, 29 Juli 2016 märtyrer   missionarische Öffentlichkeitsarbeit   bischöfe   gewalt  

Neuquén (Fides) – Am Donnertstag, 4. August, wird die Diözese Neuquén unter der Führung ihres Bischofs, S.E.Mons. Virginio Bressanelli, S.C.I. den „Tag der lateinamerikanischen Märtyrer“ begehen und des 40. Todestages des Bischofs von La Rioja, S.Mons. Enrique Angelelli (4. August 1976) gedenken sowie der 33 Jahre seitdem der damalige Bischof von Neuquen, S.E. Mons. Jaime Francisco De Nevares, diesen Tod als ein „Verbrechen der Diktatur“ anklagte. Mons. Bressanelli wird in der Kathedrale eine feierliche Messe zelebrieren.
Fides-Informationen zur Folge hob Mons. Bressanelli in Begleitung des Priesters Ruben Capitanio die Verdienste von Mons. Angelelli hervor, und kündigte an, dass er zusammen mit einer Gruppe von Laien an den Gedenkfeiern teilnehmen werde, die am kommenden Sonntag, 31. Juli, in La Rioja, der Diözese von Mons. Angelelli, stattfinden. Pater Capitanio erinnerte daran, dass vor 33 Jahren während der vom Bischof von Neuquen, Mons. De Nevares, zelebrierten Messe erstmals öffentlich gesagt wurde, dass „Mons. Angelelli umgebracht worden ist, was den Prozess zur Folge hatte, der Justizverwaltung von La Rioja übertragen wurde“. „Obwohl der Fall lange Zeit archiviert war, wurde er kürzlich wieder aufgerollt, damit die Verantwortlichen des Mordes verurteilt werden können“, erklärte der Priester.
„Wir wollen uns an Mons. Angelelli erinnern, w eil es eine Erinnerung an eine totale Hingabe an Gott und für die Menschen war, von der wir sicher sind, dass es sich um ein friedliches Engagement im Sinne des Evangeliums handelte, für die Gerechtigkeit, für die Wahrheit, für eine Demokratie mit wahrhaftiger Achtung aller Menschen“, schloss Mons. Bressanelli.
Mons. Enrique Angelelli (1923-1976), Diözesanbischof von La Rioja, war einer der bekanntesten Bischöfe im Land, ein Gegner der Diktatur. Er starb bei einem simulierten Autounfall kurz nach Beginn der Militärdiktatur. Nach 38 Jahren, am 4. Juli 2014, wurden zwei hohe Offiziere für den Mord an dem Bischof zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Jahrzehnte lang hatten die Behörden darauf bestanden, dass der Tod ein Unfalltod gewesen sei. 2015 wurde Prozedur der Seligsprechung auf Diözesanebene eingeleitet.
(CE) ( Fides, 29/07/2016)


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