AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Mission der Kapuziner in Ngaoundaye überfallen und geplündert

Donnerstag, 16 Juni 2016 missionsinstitute   bewaffnete gruppen  

Bangui (Fides)- Die Mission der Kapuziner in Ngaoundaye im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik wurde überfallen und ausgeraubt. “Am gestrigen 15. Juni kamen Soldaten der Seleka nach Ngaoundaye und drangen zunächst in die Küche der Mission ein, woraufhin die anwesenden Missionare und Bewohner der Mission in andere Räume flüchteten”, so Pater Francesco, vom Zentrum für Außenmissionen der Kapuziner im Kloster „San Bernardino“ bei Genua.
„Die Seleka-Soldaten suchten nach Lebensmitteln und es gab glücklicherweise keine Opfer in der Mission”, so der Ordensmann, der im Kontakt mit der Mission in Ngaoundaye steht. “Die Mission gibt es nun keine Lebensmittel mehr, weil die gesamte Vorratskammer geplündert wurde. Die Lage in der ganzen Region ist ungewiss: auch im benachbarten Bozum scheint Chaos ausgebrochen zu sein”, so Pater Francesco.
Die Seleka selbst bezeichnen das Eindringen in das Dorf Ngaoundaye unterdessen als Rache für die Ereignisse vom 11. Juni: die Seleka sollen von der Gendarmerie daran gehindert worden sein mit ihren Herden das Dorf auf dem Weg nach Kamerun zu durchqueren. Dabei sollen bei Ausschreitungen mehrere Seleka-Kämpfer getötet worden sein.
“Die Spirale der Gewalt wird in der Zentralafrikanischen Republik erst enden, wenn die verschiedenen bewaffneten Gruppen, die im Land aktiv sind, die Waffen abgeben”, so Pater Francesco abschließend.
(L.M.) (Fides 16/6/2016)


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