AMERIKA/NICARAGUA - Bischof Baez: „Raum für demokratisches Mitwirken wird eng”

Dienstag, 14 Juni 2016 politik   menschenrechte   bischöfe   wahlen  


Managua (Fides) – Vertreter der katholischen Kirche in Nicaragua äußern sich erneut kritisch zur Position von Staatspräsident Daniel Ortega, der keine Wahlbeobachter bei der Präsidentschaftswahl am kommenden 6. November zulassen will (vgl. Fides 7 e 8/06/2016).
Der Weihbischof der Erzdiözese Managua, Silvio José Baez, äußerte sich in eine Predigt an die Priester der Diözese Matagalpa, wie folgt: "Wie man durch üble Nachrede Rufmord begehen kann, so wird das Volk in Nicaragua von den Institutionen ermordet, die ihnen die Rechte verweigern“, so der Bischof. "Ganz langsam wird in unserem Land der Raum für demokratisches Mitwirken eng. Ich glaube, dass Nicaragua mehr ideologische Pluralität gut tun würde", so Bischof Baez zu den Journalisten im Anschluss an den Gottesdienst.
"Die Einheitsideologie und die Einheitspartei tun dem Land nicht gut”, so der Bischof, “Pluralität bedeutet nicht notwendigerweise Konflikt und Auseinandersetzung. Denn darin besteht die große Herausforderung: man muss unterschiedliche Meinungen würdigen und anerkennen... denn dies führt zu einem friedlichen Zusammenleben”.
Unterdessen veranlasst der Oberste Gerichtshof den Rückzug des Oppositionspolitikers und dessen Partei “Partito Liberal Independente“ und begründete dies damit, dass die Notwendigen Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Wahl nicht erfüllt werden.
(CE) (Fides, 14/06/2016)


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