AMERIKA/PUERTO RICO - Bischof Gonzalez Nieves: “Wir sollten selbst bestimmen, wie unser Verhältnis zu den USA sein soll”

Donnerstag, 9 Juni 2016 politik   wirtschaft   bischöfe   armut  

San Juan (Fides) – “Ich begrüße die neuen Bestimmungen, denn sie sorgen dafür, dass Puerto Rico einen Moment lang aufatmen kann: auf diese Weise können die Renten und die sozialen Dienstleistungen gezahlt werden bevor die Schulden zurückgezahlt werden müssen", so Erzbischof. Roberto González Nieves, OFM, von San Juan (Puerto Rico) in einem von der in den USA erscheinenden und auch in Puerto Rico verkauften Zeitung “The Hill” veröffentlichten Leitartikel. Der Erzbischof äußert sich zu den neuen Gesetzen zur Überwindung der Schuldenkrise in Puerto Rico, über die der US-amerikanische Kongress in den nächsten Tagen abstimmen soll.
Im Hinblick auf den vom Kongress ins Leben gerufenen “Rat der Wirtschaftsprüfung” betont Erzbischof González, dass der Ursprung der Krise in Puerto Rico politischer Art sei. Der Aufenthalt des so genannten Rates der Wirtschaftsprüfung auf der Insel solle von den Bürgern Puerto Ricos deshalb als „Warnsignal“ betrachtet werden. "Im Grunde ist Puerto Rico eine Kolonie der Vereinigten Staaten”, so Erzbischof González, der betont: "Bevor unsere Insel sich mit der nächsten Krise konfrontiert sieht, müssen wir selbst bestimmen, wie unsere Verhältnis zu den Vereinigten Staaten sein soll“.
"Erzbischof González ist ein mutiger Förderer seines Volkes”, so Eric LeCompte, Geschäftsführer des “Jubilee USA Network”. "Ich schließe mich der positiven Haltung des Erzbischofs zu den Beschlüssen des Kongresses an. Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass man auf eine Reduzierung der Armut bei Kindern hoffen darf, falls diese Bestimmungen durchgesetzt werden".
(CE) (Fides, 09/06/2016)


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