AMERIKA/EL SALVADOR - Neuer Mindestlohn: “Es wird den Menschen kaum zum Überleben reichen”

Montag, 6 Juni 2016 wirtschaft   bischöfe   politik   armut  

San Salvador (Fides) –Erzbischof José Luis Escobar Alas von San Salvador, übt Kritik an den Vereinbarungen zur Erhöhung des Mindestlohns um 15% innerhalb der kommenden drei Jahre und bittet um eine Revision des Gesetzes. Bei seiner sonntäglichen Pressekonferenz, erinnerte der Erzbischof daran, dass auf der Grundlage der jüngsten Beschlüsse, der Mindestlohn pro Jahr um nur 5% steigen wird. "Ich weiß nicht, wie ich diese Vereinbarungen beschreiben soll: dass sie ein Witz sind trifft es nicht richtig. Ich würde sagen sie sind ungerecht, belastend und unzureichend für die Arbeiter“, so der Erzbischof.
Die Bestimmungen, die am 1. Juni in Kraft treten sollten, wurden von Präsident Salvador Sanchez Ceren noch nicht bebilligt. Bisher stimmten nur Unternehmer und Arbeiter einer Erhöhung um 15% zu, während die Regierung einen Mindestlohn von 300 Dollar für die Städte und 250 Dollar für die ländlichen Gebiete vorschlug.
Erzbischof Escobar Alas wies darauf hin, dass es gegenwärtig 9 verschieden Arten von Mindestlöhnen gibt: "Dies muss neu gedacht werden, denn oft kommt es zu Ungerechtigkeiten und im Grunde geht es um eine soziale Pflicht. Auch der Papst bezeichnet unterechte Löhne als eine schwere Sünde”, so der Erzbischof, "Es wird den Menschen kaum für das Überleben reichten”, so der Erzbischof abschließend.
(CE) (Fides, 06/06/2016)


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