AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Bischöfe fordern Freilassung von politischen Gefangenen

Freitag, 27 Mai 2016 aussöhnung   bischöfe  

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Abidjan (Fides) - “Die Aussöhnung erfordert auch die Freilassung der Gefangenen des Bürgerkriegs in unserem Land, vor allem auch, weil sich unter diesem Gesichtspunkt niemand unschuldig fühlen darf”, so Bischof Ignace Bessi Dogbo von Katiola im Namen aller Bischöfe von Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) am vergangenen 22. Mai bei einem Gottesdienst in der Kathedrale Notre-Dame de la Paix in Yamoussoukro, anlässlich einer Wallfahrt zum heiligen Jahr der Barmherzigkeit. “Für die Aussöhnung muss man frei sein, und frei sein heißt sich ohne Einschränkung bewegen zu können”, so der Bischof.
In Cote d’Ivoire herrschte zwischen 2002 und 2011 ein Bürgerkrieg, der mit der Auseinandersetzung zwischen dem heutigen Präsidenten Alassane Ouattara und dem ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo endete, der den Sieg bei der ersten Wahlrunde der Präsidentschaftswahl im November 2010 nicht anerkennen wollte. Die politische Auseinandersetzung führte zu einem militärischen Konflikt zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten, bei dem in fünf Monaten 3000 Menschen starben. Gbagbo wurde bei einer gemeinsamen Operation von UN-Truppen und französischen Soldaten im Präsidentenpalast festgenommen, wo er sich verschanzt hielt.
Zahlreiche Anhänger Gbagbos wurden im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach der Wahl festgenommen, während keiner der Anhänger des heutigen Präsidenten sich im Zusammenhang mit der Gewalt vor einem Gericht verantworten musste.
(L.M.) (Fides 27/5/2016)


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