AFRIKA/SÜDSUDAN - Erzbischof von Juba: “Es gibt keinen Grund für Stammesdenken, wir sind alle Kinder Gottes”

Mittwoch, 18 Mai 2016 tribalismus  

Juba (Fides) - “Wir müssen als Einheit denken und sprechen. Ich glauben, dass das was schief gelaufen ist, auf die fehlende Einheit zwischen den rund 65 Stämmen unseres Landes zurückzuführen ist, die nicht in der Lage sind, sich gegenseitig zu verständigen”, so Erzbischof Paulino Lokudu Loro von Juba in seiner Pfingstpredigt am vergangenen Sonntag, den 15. Mai.
Im Südsudan herrschte bis vor kurzem ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Machthabern, wobei des Land jedoch auch durch zahlreiche Stammeskonflikte gekennzeichnet ist.
Nach Ansicht von Erzbischof Loro sollte die Stammesvielfalt als Reichtum des Landes betrachtet werden, weshalb er sich Bemühungen um, Formen des Zusammenlebens wünscht.
“Alle Stämme des Südsudan wurden von Gott geschaffen”, so der Erzbischof, der zur Suche nach den gemeinsamen Ursprüngen auffordert. „Und dies ist die Quelle unserer Einheit“.
“Niemand hat die Stämme erfunden, denn sie kommen alle von Gott. Die Mitglieder aller Stämme wurden von Gott geschaffen. Deshalb gibt es keinen Grund für Stammeskonflikte“, so der Erzbischof abschließend.
(L.M.) (Fides 18/5/2016)


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