AFRIKA/KENIA - Kirche besorgt über eine mögliche Schließung der Flüchtlingscamps

Samstag, 14 Mai 2016 flüchtlinge  

Nairobi (Fides) – Die Ankündigung einer eventuellen Schließung des Flüchtingscamps Dadaab (bei dem es sich sich um das weltweit größte Camp mit über 320.000 vorwiegend somalischen Flüchtlingen handelt) und des Camps in Kakuma (mit über 190.000 Flüchtingen) und die Auflösung des Flüchtlingsbüros der Regierung bereitet kirchlichen Stellen Sorge.
Am 13. Mai nahmen Vertreter der bischöflichen Flüchtlingskommission an einem Treffen mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), der Regierung und anderen beteiligten Stellen zur Prüfung der Situation teil.
Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, ist der Hauptgrund für die Schließung der Camps die Nichteinhaltung der Vereinbarungen zwischen den Parteien, die einen Rückführungsplan vorsah und vom UNHCR sowie von den Regierungen in Kenia und Somalia 2013 unterzeichnet wurde.
Die Regierung in Nairobi teilt unterdessen mit, dass die Schließung nur für Dadaab und nicht für Kakuma geplant ist, wobei es “bisher jedoch keine offizielle Bestätigung gibt”.
Besorgt im Hinblick auf die Auflösung des Flüchtlingsbüros der Regierung sind sowohl die Bischofskonferenz als auch der Jesuit Refugee Services (JRS), da dies mit sich bringen würde, dass Asylbewerber nicht mehr registriert werden und Hilfsorganisationen keine Genehmigungen mehr erhalten.
Nach Ansicht der Bischöfe sind sowohl die Regierung als auch die internationale Staatengemeinschaft verantwortlich, die “das Sicherheitsproblem, mit dem Kenia sich konfrontiert sieht nicht anerkennt, weshalb die Regierung sich überfordert fühlt und frustriert ist, und keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen will und Flüchtlingshilfswerken negativ gegenüber steht, was die Auflösung des Flüchtlingsbüros zeigt”.
Am 25. Mai will sich der Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen in Kenia um Vereinbarungen mit den lokalen Behörden bemühen.
(L.M.) (Fides 14/5/2016)



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