AFRIKA/NIGERIA - Kardinal Onaiyekan zu den Massakern im Südosten: “Es wird Öl ins Feuer des religiösen Konflikts geschüttet”

Montag, 9 Mai 2016 bewaffnete gruppen   bischöfe  

Abuja (Fides) - “Es gibt in unserem Land viele Menschen die die Flammen der Uneinigkeit und des Hasses schüren und es wird immer schwieriger Einheit und Nächstenliebe zu predigen, während einig bereits einen Konflikt zwischen Christen und Muslimen vorhersagen”, so der Erzbischof von Abuja, Kardinal John Onaiyekan, nach den jüngsten Massakern im Südosten Nigerias, für die Fulani-Nomanden verantwortlich gemacht werden (vgl. Fides 2/5/2016).
“Es gibt Menschen, die die Konflikte zwischen Hirten und Bauern als Front der Kämpfe benennen. Einige wetzen bereits die Messer um die entscheidende Schlacht zu schlagen“, so der Kardinal. Der betont, dass “die Verantwortung vor allem bei der Regierung liegt, die die Sicherheit, das Leben und das Eigentum aller Nigerianer schützen muss, was bedeutet, dass mordende Nomaden, Entführer oder bewaffnete Banden bekämpft werden müssen ”.
“Gott sei Dank”, so der Kardinal weiter, “gibt es viele Nigerianer, die glauben, dass wir nicht dafür bestimmt sind uns gegenseitig umzubringen und auf ein friedliches Zusammenleben hoffen. Auch bei meinen Reisen außerhalb Nigerias betone ich immer, dass wir 80 Millionen Christen und 80 Millionen Muslime haben, die jeden Tag friedlich zusammenleben“.
“Wir alle Leiden und der Korruption”, so der Kardinal abschließen, “Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, mit Nachdruck eine gute Regierungsführung und die Ehrlichkeit derer, die uns regieren, einzufordern. Deshalb müssen wir uns zusammenschließen und die gemeinsamen Herausforderungen angehen”.
(L.M.) (Fides 9/5/2016)


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