AMERIKA/PANAMA - Flüchtlingskrise: 2.500 Kubaner warten auf die Weiterreise

Freitag, 22 April 2016 minderjährige   flüchtlinge   politik   armut  

David (Fides) – "Vom 6. bis 18. April haben wir die Flüchtlingsaufnahmezentren für kubanische Flüchtlinge in Paso Canoas besucht. Hier leben über 2.000 Personen, die auf die Weiterreise in die Vereinigten Staaten warten”, beklagt eine Delegation Caritas Panama in einer Verlautbarung.
Die Flüchtlingskrise begann bereits im vergangnen Jahr, als über 7.000 illegale Flüchtlinge aus Kuba versuchten, in die Vereinigten Staaten einzureisen und auf ihrem Weg in d den Ländern Mittelamerikas aufgehalten wurden (vgl. Fides 28/12/2015).
“Im Januar wurde eine Vereinbarung mit Mexiko betroffen, auf deren Grundlage 1.300 Migranten über eine Luftbrücke in die Vereinigten Staaten gelangen konnten”, so Caritas Panama weiter, “Doch täglich kommen rund 50 neue Flüchtlinge aus Kuba über Kolumbien und Ecuador nach Panama. In diesem Moment warten rund 2.500 Flüchtlinge an der Grenze zu Costa Rica, darunter auch etwa 80 Kinder im Alter unter 12 Jahren. Die Zentren werden vom der Grenzpolizei “Servicio Nacional de Fronteras (SENAFRONT)” bewacht, die in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Caritas auch für die Versorgung mit Lebensmitteln sorgt”.
Das Treffen der Migrationsbeauftragten der mittelamerkanischen Länder am vergangenen 12. April hatte große Erwartungen geweckt. “Leider wurde bei diesem Treffen keine Vereinbarung getroffen, so dass die Kubaner derzeit keine Aussicht auf eine Weiterreise in Richtung Norden haben”, so die Caritas-Delegation abschließend, “Viele versuchen mit Hilfe von Zeitarbeit oder Unterstützung von Verwandten aus den Vereinigten Saaten zu überleben. Doch ihr Leidensweg dauert schon mehrere Monate an und die Ressourcen sind aufgebraucht, während die Verzweiflung wächst. Deshalb bitten wir um Hilfe für diese Menschen“
(CE) (Agenzia Fides, 22/04/2016)


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