ASIEN/SYRIEN - Erzbischof Hindo bestätigt Gefechte zwischen Armee und kurdischen Milizen in Kamischli

Donnerstag, 21 April 2016 kriege  

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Kamischli (Fides) –In der Stadt Kamischli im Nordosten Syriens finden seit gestern bewaffnete Gefechte wischen kurdischen Milizen und der Armee der syrischen Regierung statt. Dies bestätigt der syrisch-katholische Bischof Jacques Behnan Hindo von Hassaké. “Die Gefechte”, so der Bischof, “fanden gestern in einem Ausmaß statt, das eine Zunahme der Spannungen im Vergleich zu früheren Zwischenfällen oder kleinern Ausschreitungen unter Beweis stellt. Es gab Tote, deren Anzahl noch nicht bekannt ist. Manche sprechen von drei Toten andere sagen es seien fünf oder gar acht. Auch heute Morgen waren Kalaschnikow-Schüsse im Stadtzentrum in der nähe der syrisch-katholischen Kirche St. Peter und Paul zu hören. Vielleicht ist dies erst der Anfang einer neuen Front in diesem Konflikt, der nie zu Ende geht“.
Heftige Gefechte soll auch in der Nähe des Flughafens und des Generalquartiers der Armee in Damaskus gegeben haben. Die Stadt wird seit langem in Teilen von der syrischen Armee und kurdischen Milizen kontrolliert. Eine neue Front im Nordosten Syriens, der mehrheitlich von Kurden bewohnt wird, bestätigt, dass es in diesem Konflikt um vielfältigen Interessen geht, die nicht alle dem Islamischen Staat (IS) zugeordnet werden können. “Hier bei uns”, so Erzbischof Hindo “gibt es keine Kämpfer des Islamischen Staates. Die nächsten Stellungen der Dschihadisten befinden sich mindestens 60 Kilometer von Hassakè entfernt. Und trotzdem wird hier geschossen und Menschen müssen sterben”.
(GV) (Fides 21/4/2016).


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