AMERIKA/BOLIVIEN - Erzbischof Gualberti sieht rechtsstaatliche Prinzipien gefährdet

Dienstag, 22 März 2016 menschenrechte   demokratie   politik   bischöfe  

Santa Cruz (Fides) – "Jeden Tag hören wir in den Nachrichten von Menschen, die ihre Macht zur eigenen Bereicherung nutzen und dabei auch nicht vor Korruption, Lüge und Betrug zurückschrecken. Beim Versuch Gesetzeswidrigkeiten zu vertuschen kommt es oft zu Widersprüchen und Zweideutigkeiten und anstatt über Fakten zu beleuchten, führt man Öffentlichkeit irre und lenkt vom eigentlichen Problem ab", so Erzbischof Sergio Gualberti von Santa Cruz bei einem Gottesdienst in der Kathedrale.
"Wir brauchen Wahrheit!”, so der Erzbischof, “Es muss unabhängige Ermittlungen geben, die objektiv und frei von Druckausübung sind. Nur wenn wir die Wahrheit kennen, kann das Klima des Misstrauens und der Verlust der Glaubwürdigkeit überwunden werden, die zu solchen Fakten führen und das friedliche Zusammenleben und die rechtsstaatlichen Prinzipien gefährden".
Wie die Erzdiözese Santa Cruz in einer Verlautbarung mitteilt, bezieht sich der Erzbischof damit auf Korruptionsskandale, in die auch „die höchste Regierungsebene verwickelt ist“.
Bereits im November 2015 hatte die katholische Kirche auf das Problem der Korruption hingewiesen (vgl. Fides 13/11/2015). Immer wieder berichteten auch die lokalen Medien von der Verwicklung von Mitarbeitern hochrangiger Behörden bei der Vergabe von Verträgen an internationale Unternehmen.
(CE) (Fides, 22/03/2016)


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